Lukas Waldner nach Erstbesteigung des Kimshung: „Kooperation ist stärker als Konkurrenz“

Lukas Waldner, Francois Cazzanelli, Giuseppe Vidoni und Benjamin Zörer (v.r.n.l.) am Gipfel des Kimshung

Es war eines der erfreulich zahlreichen alpinistischen Glanzlichter dieser Herbstsaison im Himalaya. Den beiden Österreichern Lukas Waldner (24 Jahre alt) und Benjamin Zörer (24) sowie den Italienern Francois Cazzanelli (35) und Giuseppe Vidoni (31) gelang in Nepal im Alpinstil die Erstbesteigung des Kimshung.

Der 6781 Meter hohe Berg, auch unter dem Namen Tsangbu Ri bekannt, liegt im Langtang- Nationalpark, rund 75 Kilometer Luftlinie nördlich der Hauptstadt Kathmandu.

Die vier Bergsteiger kletterten am 20. Oktober von ihrem vorgeschobenen Lager auf 5450 Metern auf dem Kimshung-Gletscher in nur zehn Stunden bis zum Gipfel und noch am selben Tag wieder hinunter. Sie tauften ihre Route (1300 Meter, 60°, AI4, M5) „Destiny“, sprich Schicksal oder Vorsehung, „aufgrund der vielen Geschichten, die sich unter diesem Berg ereignet haben – darunter auch das Zusammentreffen der vier Bergsteiger, die nicht nur mit einer stolzen Besteigung, sondern vor allem mit einer großartigen neuen Freundschaft nach Hause zurückkehren“, wie das Quartett auf Instagram schrieb.

Der 6781 Meter hohe Kimshung in Nepal

Zwei Seilschaften fanden sich zusammen

Die Bergsteiger aus Österreich und Italien hatten sich erst am Fuße des Bergs kennengelernt und beschlossen, gemeinsam aufzusteigen. Cazzanelli hatte sich bereits zweimal erfolglos am Kimshung versucht. 2015 war sein Team vom verheerenden Erdbeben in Nepal gestoppt worden, bei dem fast 9000 Menschen ums Leben gekommen waren. 2016 musste Francois seinen Versuch am Kimshung abbrechen, nachdem er auf knapp 6000 Metern von einem Stein getroffen worden war.

Der Tiroler Bergsteiger Lukas Waldner hat nach seiner Rückkehr aus Nepal meine Fragen zu der nun erfolgreichen Expedition beantwortet.

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Alpinistisches Glanzstück von James Price und George Ponsonby im Karakorum: „Jede Seillänge ein Fragezeichen“

James Price (l.) und George Ponsonby (r.) auf dem Gipfel des Aikache Chhok
James Price (l.) und George Ponsonby (r.) auf dem Gipfel des Aikache Chhok

Eigentlich sollen die Mitglieder der „Young Alpinist Group“ aus Großbritannien und Irland nur erste Erfahrungen in den großen Gebirgen der Welt sammeln. Zwei von ihnen ist jetzt jedoch im Norden Pakistans bereits ein echter alpinistischer Coup gelungen.

Der Brite James Price und der Ire George Ponsonby eröffneten Ende Oktober am 6673 Meter hohen Aikache Chhok im Alpinstil eine 3000 Meter hohe schwierige Route über den noch nie begangenen Nordwestgrat und stiegen dann über die ebenfalls noch jungfräuliche Südwestwand ab.

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Himalaya-Bergsteigerszene trauert um „Toddfather“ Henry Todd

Henry Todd
Henry Todd (1945-2025)

Henry Todd mag vielleicht nicht der größte Kletterer seiner Zeit gewesen sein, aber er war unbestritten ein Original.

„Als Expeditionsleiter, Bergsteiger und später als Lieferant von Flaschensauerstoff für Bergsteiger war Henry eine Säule der Himalaya-Kletterer-Community“, schreibt die deutsche Bergsteigerin, Journalistin und Chronistin Billi Bierling in ihrem Nachruf in der Himalayan Times.  „Er unterstützte unzählige Menschen in Nepal und Pakistan und ermöglichte es vielen, sich den Traum zu erfüllen, auf den höchsten Gipfeln der Welt zu stehen.“

Todd starb am vergangenen Montag in seiner Wahl-Heimat Kathmandu im Alter von 80 Jahren – an den Folgen eines Schlaganfalls, nachdem er wenige Tage zuvor am Herz operiert worden war.

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Schwere Lawinenunglücke in Nepal und Südtirol

Gipfel des Yalung Ri (2016)
Bei einer Lawine am Yalung Ri in Nepal starben sieben Menschen

„Die Natur ist unberechenbar und wird immer unberechenbarer“, sagte Bergsteiger-Legende Reinhold Messner dem Südtiroler Internet-Portal „altoadige.it“: „Es hat sich radikal verändert und ist auch aufgrund des Klimawandels, der zu einem Anstieg der Temperaturen geführt hat, gefährlicher geworden, wodurch die Berge und Gletscher viel fragiler und instabiler geworden sind.“

In den vergangenen Tagen hatte es sowohl in den Alpen als auch im Himalaya Lawinen mit zahlreichen Todesopfern gegeben.

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