Trennlinie am Everest-Gipfel? Appell um Rückführung von Sauerstoffflaschen

Nordseite des Mount Everest (2005)

Geht es nach den chinesisch-tibetischen Behörden, wird auch der Gipfel des Mount Everest zur Null-Kontakt-Zone. Man plane am höchsten Punkt auf 8849 Metern eine Trennlinie, um die Corona-Sicherheitsabstände zwischen den aufsteigenden Bergsteigern von der tibetischen Nordseite und jenen der nepalesischen Südseite zu gewährleisten, sagte Nyima Tsering, Chef der tibetischen Sportbehörde, der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Nachdem zwölf Sherpas unter Leitung von Everest-Rekordhalter Kami Rita Sherpa am Freitag auf der nepalesischen Seite die Fixseile bis zum Gipfel gelegt hatte, werden dort am morgigen Dienstag die ersten kommerziellen Teams erwartet. Auch auf der Nordseite sind die Vorbereitungsarbeiten so gut wie abgeschlossen, die Fixseile liegen bis zum letzten Hochlager auf 8300 Metern. Die Behörden haben für diese Saison lediglich 21 chinesischen Bergsteigern Permits erteilt, für Ausländer sind die Berge Tibets – wie schon im Frühjahr 2020 – wegen der Corona-Pandemie gesperrt.

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Auch Alex Txikon zieht es zum Mount Everest

Alex Txikon am Mount Everest (im Winter 2018)

„Ich habe einfach Lust auf einen Achttausender-Gipfelerfolg“, sagt Alex Txikon. „Mein letzter war die erste Winterbesteigung des Nanga Parbat im Jahr 2016. Es wird mal wieder Zeit.“ Der 39 Jahre alte Spanier wird am morgen Freitag nach Nepal fliegen, um den Mount Everest zu besteigen. Am 2. Mai will er im Basislager eintreffen. Drei Wochen gibt er sich dann, um den höchsten Gipfel der Erde auf 8849 Metern zu erreichen – ohne Flaschensauerstoff, über die Normalroute. Die Rückkehr nach Spanien plant er für den 25. Mai.

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Wintersaison am Manaslu endet ohne Gipfelerfolg

Manaslu (l.) und Pinnacle East (r.)

Der Achttausender Manaslu im Westen Nepals bleibt eine kaum einnehmbare Winterfestung. Mit den Spaniern Alex Txikon und Inaki Alvarez und ihrem Sherpa-Team warfen am Wochenende auch die letzten Bergsteiger am achthöchsten Berg der Erde das Handtuch.

„Wir waren sehr nah dran, aber am Ende war es nicht möglich“, sagte Alex Txikon. „Die Wettervorhersagen zeigen für mindestens 10 Tage keine Besserung und danach wissen wir nicht, wie es weitergeht. Es ist also sehr riskant, die Genehmigung zu verlängern.“ Das Permit der nepalesischen Regierung galt nur bis zum 28. Februar, dem Ende des meteorologischen Winters. Zweimal waren Txikon und Co. bis auf eine Höhe von rund 7000 Metern vorgedrungen, ehe schlechtes Wetter und große Schneemengen sie zur Umkehr gezwungen hatten.

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Auch der zweite Manaslu-Gipfelversuch gescheitert

Manaslu-Basislager
Basislager am Manaslu

Wieder nichts. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen endete für das Team um den Spanier Alex Txikon am Achttausender Manaslu im Westen Nepals ein Gipfelversuch auf einer Höhe von etwa 7000 Metern. Wie schon am vergangenen Sonntag machte offenbar auch heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Txikon, sein spanischer Landsmann Inaki Alvarez und die Sherpas Chhepal, Gelum and Namja machten kehrt und stiegen ins Basislager zurück. „Die Vernunft hat uns dazu bewogen, auf 7050 Metern umzudrehen, als wir die Rampe in Richtung Lager 4 vor uns hatten“, sagt Alex. „Die Sicherheit des Teams steht über allem, und wenn wir bei diesem Wind weitergegangen wären, hätten wir es sicher nicht geschafft.“

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Zweiter Gipfelversuch am Manaslu – ohne Simone Moro

Alex Txikons geplante Route am Manaslu

Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit. Für Samstag werden am 8163 Meter hohen Manaslu im Westen Nepals wieder starke Höhenwinde erwartet. Nichtsdestotrotz brachen die Spanier Alex Txikon und Inaki Alvarez, der Italiener Simone Moro und die drei Sherpas Chhepal, Gelum und Namja gestern zu einem weiteren Gipfelversuch auf. Moro drehte jedoch in Lager 1 auf gut 5700 Metern wieder um, nachdem er mit dem österreichischen Meteorologen Karl Gabl gesprochen hatte.

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Manaslu-Gipfelversuch endet auf rund 7000 Metern

Alex Txikon im Aufstieg am Manaslu
Alex Txikon im Aufstieg am Manaslu

Die gute Nachricht zuerst: Alle Bergsteiger am Achttausender Manaslu im Westen Nepals sind von ihrem Gipfelversuch wohlbehalten ins Basislager zurückgekehrt. Die weniger gute Nachricht: Die harte Arbeit, die das Team um Alex Txikon in den vergangenen Tagen geleistet hat, war letztlich vergebens. Laut Txikon war am Sonntag, dem ursprünglich geplanten Gipfeltag, auf über 7000 Metern Endstation. „Der Wind und der Schnee haben uns zur Umkehr gezwungen“, ließ der 39 Jahre alte Spanier gestern nach der Rückkehr ins Basislager wissen.

Durch teilweise hüfthohen Schnee hatten sich die Bergsteiger nach oben gewühlt. „Wir haben uns sehr angestrengt, aber es hat sich gelohnt“, legte Alex heute nach. „Wir haben unter Kälte, Hunger und Angst gelitten. Jetzt, im Basislager, realisieren wir erst richtig, was wir geschafft haben. Uns hat nur ein Tag gefehlt. Jetzt freuen wir uns auf eine weitere gute Chance. Los, los, looos!“

In dieser Woche werden jedoch am achthöchsten Berg der Erde zunächst weitere Schneefälle erwartet. Bei einem neuerlichen Gipfelversuch müssten sich die Bergsteiger wahrscheinlich wieder durch tiefen Schnee kämpfen, Lawinengefahr inklusive.

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Gipfelversuch am Manaslu läuft

Manaslu (l.) und Pinnacle East (im Frühjahr 2007)

Ideal sind die Verhältnisse am Manaslu nicht, aber wann sind sie es schon einmal im Winter? In den vergangenen Tagen hat es am achthöchsten Berg der Erde geschneit. Und so müssen sich die beiden Spanier Alex Txikon und Inaki Alvarez, der Italiener Simone Moro sowie vier Sherpas, die die Europäer unterstützen, durch teilweise tiefen Neuschnee nach oben arbeiten.

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Große Sorge um Bergsteiger-Trio am K2

Rettungshubschrauber der pakistanischen Armee am K2
Rettungshubschrauber der pakistanischen Armee am K2

Alex Txikon bringt es auf den Punkt: „Warten auf das Wunder ist das Einzige, was uns bleibt.“ Der spanische Bergsteiger verfolgt im Basislager am Achttausender Manaslu in Nepal die Rettungsaktion am K2 in Pakistan. Seit mehr als einem Tag gibt es am zweithöchsten Berg der Erde weder eine Nachricht noch eine Spur von John Snorri Sigurjonsson aus Island, dem Pakistaner Muhammad Ali Sadpara und dem Chilenen Juan Pablo Mohr.

Die Bergsteiger waren am Freitag von Lager 3 auf 7300 Metern Richtung Gipfel aufgebrochen. Um 10 Uhr pakistanischer Zeit verließ Muhammads Sohn Sajid Ali Sadpara das Trio, weil sein Sauerstoffgerät streikte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bergsteiger am so genannten „Flaschenhals“ auf rund 8200 Metern. Sajid kehrte nach Lager 3 zurück, wo er bis Samstagvormittag auf die drei anderen wartete. Doch sie kamen nicht. Chhang Dawa Sherpa, Expeditionsleiter von Seven Summit Treks, überredete nach eigenen Angaben Sajid schließlich abzusteigen, weil er sich schon zu lange in großer Höhe aufhielt. Der 22-Jährige kehrte ins Basislager zurück.

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Winterexpeditionen: Vor Gipfelvorstoß am K2 – Nepalesen geben am Manaslu auf

K2
Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum (2004)

Es riecht nach weiteren Winter-Gipfelerfolgen am K2. Nachdem zehn Nepalesen am 16. Januar die erste Winterbesteigung des zweithöchsten Bergs der Erde gelungen war, erreichten heute mindestens rund ein Dutzend Bergsteiger Lager 3 auf 7300 Metern. Von dort aus wollten sie am Freitag Richtung Gipfel aufbrechen. Nach wie vor erwarten die Meteorologen für morgen wenig Wind.

Unter den Gipfelaspiranten in Lager 3 sind der Chilene Juan Pablo Mohr und die Südtirolerin Tamara Lunger, die ohne Flaschensauerstoff aufsteigen wollen. Auch der Isländer John Snorri Sigurjonsson und das pakistanische Vater-Sohn-Duo Muhammad und Sajid Ali Sadpara wollen am Freitag Richtung Gipfel vorstoßen – mit Flaschensauerstoff.

Pasang Norbu Sherpa
Pasang Norbu Sherpa vor dem Aufbruch

Letzteres gilt wahrscheinlich auch für Pasang Norbu Sherpa, der erst heute Morgen vom Basislager aus aufbrach und in einem Zug bis Lager 3 aufstieg. Sein Ziel: bis zum Gipfel innerhalb von 24 Stunden. „Es handelt sich nicht um einen Wettkampf, es ist einfach ein Versuch“, ließ Chhang Dawa Sherpa, Expeditionsleiter des nepalesischen Anbieters Seven Summit Treks, aus dem Basislager wissen.   

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Manaslu im Winter: Wer kommt dazu?

Der 8163 Meter hohe Manaslu im Westen Nepals (2007)

Die Winter-Karten am Manaslu werden neu gemischt. Nachdem eine riesige unüberwindbare Gletscherspalte auf rund 6200 Meter Höhe die Bergsteiger der beiden Winterexpeditionen gestoppt hatte, verkündete der Nepalese Vinayak Jay Malla eine Planänderung. Eigentlich hatten der 32-Jährige und sein 29 Jahre alter Landsmann Tenji Sherpa den achthöchsten Berg der Erde als Duo im Alpinstil besteigen wollen. „Obwohl wir enttäuscht sind, unsere ursprüngliche Strategie ändern zu müssen“, ließ Vinayak wissen, „haben wir beschlossen, hier im Basislager zu warten und uns mit einigen der nepalesischen Legenden zusammenzutun, die kürzlich den K2 bezwungen haben.“

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Winterexpeditionen am Manaslu und K2: Warten auf das Wetterfenster

Tenji Sherpa (l.) und Vinayak Jay Malla (r.) im Manaslu-Basislager
Tenji Sherpa (l.) und Vinayak Jay Malla (r.) im Manaslu-Basislager

„Wir fühlen uns gut und sind sehr gut akklimatisiert“, schreibt mir Tenji Sherpa, der mit seinem nepalesischen Landsmann Vinayak Jay Malla den 8163 Meter hohen Manaslu im Westen Nepals besteigen will. „Wir sind augenblicklich im Basislager, ein geplanter Ruhetag, wir warten auf das Schönwetterfenster.“ Am Wochenende sind für den achthöchsten Berg der Erde allerdings stürmische Höhenwinde vorhergesagt, die im Gipfelbereich Orkanstärke erreichen können.

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Winterexpeditionen: Lager 3 am K2 erreicht

Blick aus dem Basislager auf den K2 (2004)

„Die Sherpas haben heute Nachmittag am K2 den Weg hinauf nach Lager 3 mit Fixseilen gesichert, gemeinsam mit Nims‘ (Nirmal Purjas) Team“, ließ Chhang Dawa Sherpa, Expeditionsleiter des nepalesischen Veranstalters Seven Summit Treks, heute auf Instagram wissen. Lager 3 auf der Route über den Südostgrat liegt auf rund 7200 Metern.

Dort traf anschließend auch noch das Sherpa-Trio um Mingma Gyalje Sherpa ein. Die Nepalesen machen also weiterhin gemeinsame Sache am K2. „Wir werden die Nation stolz machen“, versprach Mingma auf Facebook. Der 34-Jährige kündigte wegen der zu erwartenden Höhenwinde einen Ruhetag der „zehn nepalesischen Brüder“ in Lager 3 an. Dawa Sherpa hatte zuvor für Freitag den weiteren Aufstieg nach Lager 4 auf 7600 Metern in Aussicht gestellt.

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Winterexpeditionen: Sturm verwüstet Hochlager am K2

K2
K2

Normalerweise verbreitet Nirmal „Nims“ Purja fast grenzenlosen Optimismus. Nicht so gestern nach der Rückkehr von Lager 2 auf der Abruzzi-Route am K2, dem zweithöchsten Berg der Erde. „Ich bin am Boden zerstört, dass ich diese Nachricht überbringen muss“, schrieb der 37 Jahre alte Nepalese. „Jetzt muss ich alles neu bewerten und neu planen.“

Das Lager auf rund 6700 Metern, so Nims, gleiche einem „Trümmerfeld“, die Zelte seien entweder zerstört oder vom Sturm weggeweht. „Wir haben alles verloren, unsere gesamte Ausrüstung: Schlafsäcke, Schlafmatten, Handschuhe und Fäustlinge sowie Funktionswäsche für den Gipfelversuch, Gleitschirmausrüstung, Kochutensilien und so weiter.“

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Winterexpeditionen: Starker Wind zwingt zur Pause

K2 mit Windfahne (2004)

Der eiskalte Winterwind bläst – sowohl am K2, dem zweithöchsten Berg der Welt in Pakistan, als auch am Achttausender Manaslu in Nepal. Am K2 haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Bergsteiger ihre ersten Nächte auf dem Berg verbracht: in Lager 1 auf 6100 Metern oder Lager 2 auf 6600 Metern.

Drei Sherpas des nepalesischen Veranstalters Seven Summit Treks, die eigentlich die Route über den Abruzzi-Sporn weiter vorantreiben wollten, harrten zwei Nächte in der so genannten „Schwarzen Pyramide“ auf rund 7050 Metern aus, kehrten wegen des stürmischen Winds dann aber unverrichteter Dinge ins Basislager zurück. Immerhin konnten sie oben Material deponieren.

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K2 im Winter: Auch Tamara Lunger ist dabei

Tamara Lunger

Sie hat lange ein Geheimnis darum gemacht. Erst im Flugzeug nach Islamabad legte sie die Karten auf den Tisch: Neben vielen anderen will sich auch die Südtiroler Bergsteigerin Tamara Lunger in diesem Winter am K2 versuchen.  Dies sei „ein Traum von mir seit Jahren“, sagt die 34-Jährige in einem Video, das sie auf Instagram postete. „Ich bin so aufgeregt.“ Bereits im Oktober war Tamara auf der langen K2-Teilnehmerliste aufgetaucht, die der nepalesische Expeditionsveranstalter Seven Summit Treks in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. Lunger war darüber sauer gewesen und hatte dafür gesorgt, dass sie von dieser Liste gestrichen wurde. Nun also doch. Vielleicht wollte Tamara im Vorfeld einfach nur ihre Ruhe haben.

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