Mount Everest nur noch für Reiche?

Nordseite des Mount Everest

„Nur noch Millionäre, die erwarten, dass man ihnen alles hinterherträgt.“ So in etwa beschrieb mir vor einiger Zeit ein Expeditionsleiter, der häufig im (wegen des Klimawandels leider nicht mehr ganz so) ewigen Eis der Arktis unterwegs ist, seine Kundschaft. Der Grund liegt auf der Hand: Der Preis für Last-Degree-Expeditionen – vom 89. Breitengrad zum Nordpol – hat sich wegen der immer teureren Logistik in den letzten zehn Jahren nahezu verdreifacht, auf aktuell rund 60.000 Euro. Auch die Preise für Expeditionen in die Antarktis – ob zum Südpol oder zum höchsten Berg des Kontinents, dem Mount Vinson – bewegen sich inzwischen in dieser Größenordnung und liegen damit für Normalverdiener außer Reichweite. Das gilt inzwischen ebenfalls für den „dritten Pol“, den Mount Everest – spätestens seit der drastischen Erhöhung der Permitgebühren auf der tibetischen Nordseite des Bergs, die ab 1. Januar 2020 in Kraft tritt.

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China zieht Permit-Preisschraube für Everest und Co. weiter an

Tibetische Everest-Nordseite

Permits für Achttausender-Expeditionen in Tibet werden vom kommenden Frühjahr an deutlich teurer. Der chinesische Bergsteiger-Verband CMA verschickte jetzt die neuen Tarife, die von Anfang 2020 bis Ende 2022 gelten sollen. Besonders stark fällt der Preisanstieg am Mount Everest aus. Nach der mir vorliegenden Liste müssen die ausländischen Gipfelanwärter für den höchsten Berg der Erde statt bisher 9950 nun 15.800 US-Dollar berappen. Das ist eine Steigerung um rund 58 Prozent. Am Cho Oyu werden ab kommendem Frühjahr 9300 Dollar pro Bergsteiger fällig. Bisher waren es 7400 Dollar, das ergibt ein Plus von 25 Prozent. Die Permits für die Shishapangma kosten künftig für die Normalroute über die Nordwand 9300 Dollar (bisher 7150 Dollar, plus 30 Prozent), für die Südwand 9400 Dollar (bisher 7650, plus 22 Prozent).

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