Everest-Permits sollen teurer werden – auch in Tibet?

Sonnenaufgang am Mount Everest
Sonnenaufgang am Mount Everest (im Herbst 2019)

Das nepalesische Tourismusministerium will die Preisschraube für Besteigungen des Mount Everest deutlich anziehen, um rund 36 Prozent. Das Permit für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteigern solle von 2025 an 15.000 Dollar statt bislang 11.000 Dollar kosten, sagte Ministeriumssprecher Yubaraj Khatiwada diversen Medien. Die Preissteigerung solle jedoch erst in der übernächsten Frühjahrssaison in Kraft treten, da die Buchungsphase für das Frühjahr 2024 bereits begonnen habe, so Khatiwada.

Die häufig wechselnden Regierungen Nepals haben sich zwar in den vergangenen Jahren den Ruf erworben, sehr häufig neue Regelungen anzukündigen, ohne sie danach umsetzen. Eine Preissteigerung bei den Permits erscheint aber durchaus realistisch, da die letzte Anhebung bereits mehr als acht Jahre zurückliegt. Ein anderer Vertreter des Ministeriums sagte, dass im Zuge der Reform auch die Versicherungssummen und Löhne für Träger, Hochträger und Bergführer erhöht werden sollten.

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Mount Everest: Permit-Rekord, Fixseile bis zum Südsattel

Sonnenaufgang am Mount Everest
Sonnenaufgang am Mount Everest (im Herbst 2019)

Der Mount Everest ist und bleibt ein Publikumsmagnet. Das nepalesische Tourismusministerium stellte für diese Frühjahrssaison bislang (Stand: 21. April) für 454 ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger Permits für den höchsten Berg der Erde aus – schon jetzt so viele wie niemals zuvor. Die meisten kommen aus China (96), die zweitmeisten aus den USA (87). Da eine Besteigungsgenehmigung 11.000 Dollar kostet, wurden damit bereits rund fünf Millionen US-Dollar in die Kassen der nepalesischen Regierung gespült.

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Doch noch Tibet-Permits für Kristin Harila und Co. für Shishapangma und Cho Oyu

Climbalaya-Team
Das Climbalaya-Team ist bereits in Tibet eingetroffen

Seit Tagen wurde darüber spekuliert, jetzt ist es offiziell: Die chinesisch-tibetischen Behörden haben erstmals seit drei Jahren wieder einer Expedition mit ausländischen Bergsteigerinnen und Bergsteigern Permits für die in Tibet gelegenen Achttausender Cho Oyu und Shishapangma erteilt. Zu dem Team des nepalesischen Veranstalters Climbalaya gehören als Kunden die Norwegerin Kristin Harila und ihr Landsmann Matias Myklebust, der sie als Fotograf und Filmemacher begleitet, sowie die Schweizerin Sophie Lavaud und die Mexikanerin Viridiana Alvarez Chavez.

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Keine Permits für Achttausender in Tibet in diesem Frühjahr

Nordseite des Mount Everest
Nordseite des Mount Everest (2005)

Auch das vierte Frühjahr in Folge werden wohl die drei Achttausender in Tibet – Mount Everest, Shishapangma und Cho Oyu – für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger geschlossen bleiben. Kari Kobler, Gründer des Schweizer Expeditionsveranstalters Kobler&Partner, schreibt mir, dass ihm eine zu „100 Prozent verlässliche“ Quelle in Tibet darüber informiert habe, dass es auch in diesem Frühjahr keine Permits für Nicht-Chinesen geben werde. Eine offizielle Bekanntmachung stehe allerdings noch aus. In der kommenden Herbstsaison würden die Achttausender jedoch geöffnet, die Agenturen könnten entsprechend planen, erfuhr Kari aus Tibet.

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Permits für Achttausender in Tibet im Frühjahr 2023?

Pasdawa Sherpa, Kristin Harila und Ongju Sherpa
Nach zwölf Achttausendern war zunächst mal Schluss für Pasdawa Sherpa, Kristin Harila und Ongju Sherpa (v.l.n.r.)

Die chinesisch-tibetischen Behörden sind hart geblieben. Anders als 2019 beim nepalischen Star-Bergsteiger Nirmal Purja machten sie diesmal keine Ausnahme für die norwegische Achttausender-Jägerin Kristin Harila und ihre nepalesischen Mitstreiter Dawa Ongju Sherpa und Pasdawa Sherpa. Seit April hatte das Trio zwölf der 14 Achttausender bestiegen – wie Purja mit Flaschensauerstoff, auf den Normalrouten und mit dem Einsatz von Helikoptern, um von Basislager zu Basislager zu gelangen. Lediglich die Shishapangma und der Cho Oyu fehlten noch, um die Sammlung in Rekordzeit zu vervollständigen.

Doch die Normalrouten dieser beiden Achttausender liegen in Tibet. Und China hat seit Beginn der Corona-Pandemie keine Permits mehr für ausländische Bergsteigerinnen oder Bergsteiger ausgestellt. „Wir haben in diesem Prozess nichts unversucht gelassen und alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, schrieb Harila auf Instagram, als sie Ende vergangener Woche ihre Achttausender-Jagd abbrach. „Leider konnten wir aus Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, die Genehmigungen nicht rechtzeitig erhalten.“

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Expeditions-Hotspot K2

K2
Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum (im Sommer 2004)

Wird der K2 wie der Mount Everest zum Verkaufsschlager? Nein, das muss ich nicht mehr als Frage formulieren. Der 8611 Meter hohe Berg an der Grenze zwischen Pakistan und China ist bereits ein Renner im Angebot der kommerziellen Expeditionsveranstalter. Karrar Haidri, Chef des Alpine Club of Pakistan, sagte der pakistanische Zeitung „The News“, in diesem Sommer würden mehr als 400 Bergsteigerinnen und Bergsteiger versuchen, den zweithöchsten Berg der Erde zu besteigen. Zum Vergleich: Für die zurückliegende Frühjahrssaison am Everest erteilte die Regierung Nepals 325 Besteigungsgenehmigungen, im Rekordjahr 2021 waren es 408.

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Die Bergtouristen kehren nach Nepal zurück

Namche Bazaar

Ang Dorjee Sherpa freut sich. „Heute sind 471 Trekkingtouristen in Namche eingetroffen, ein neuer Rekord in diesem Frühjahr“, schreibt mir der 53 Jahre alte Besitzer der „A.D. Friendship Lodge“ in Namche Bazaar, dem Hauptort des Everest-Gebiets, am gestrigen Dienstag. Zum Vergleich: Im vergangenen Herbst waren es in der Spitze rund 250 Neuankömmlinge pro Tag.

Lodgebesitzer wie Ang Dorjee dürsten nach Kundschaft – zwei magere Jahre in Folge der Corona-Pandemie liegen hinter den Menschen im Khumbu-Gebiet, die fast alle vom Bergtourismus leben. Laut Ang Dorjee landeten am Dienstag auf dem Flugplatz in Lukla, dem Einfallstor zum Khumbu, 33 Flugzeuge und Hubschrauber. Das klingt schon fast wieder nach Normalität.

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Frühjahrssaison an den Achttausendern Nepals: In den Startlöchern

Hans Wenzl (2017 im Everest-Basislager)

Die Frühjahrsklettersaison in Nepal rollt an. Die ersten ausländischen Bergsteiger sind bereits in dem Himalayastaat eingetroffen, unter ihnen der Österreicher Hans Wenzl. Der 51-Jährige versucht sich in diesem Frühjahr an der 8091 Meter hohen Annapurna im Westen des Landes. Hans, der sein Geld nicht als Profibergsteiger, sondern als Polier bei einem österreichischen Baukonzern verdient, hat bereits neun Achttausender bestiegen – allesamt ohne Flaschensauerstoff, darunter den Mount Everest (2017) und den K2 (2019).

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Erste kleine Lichtblicke für Bergtourismus in Nepal

Yaks mit Touristengepäck in den Gassen von Namche Bazaar

Trekkingtouristen posieren an einer Stelle im Khumbu mit Aussicht auf den Mount Everest oder am Platz des Basislagers zu Füßen des höchsten Bergs der Erde – Bilder wie diese kursieren derzeit wieder in den sozialen Netzwerken. Ein Zeichen dafür, dass der Bergtourismus in Nepal nach der Zeit der tiefen Depression während der Corona-Pandemie langsam, aber sicher wieder in Schwung kommt. Die ersten eintröpfelnden Zahlen scheinen dies zu bestätigen.

Nach Angaben der Verwaltung des Sagarmatha-Nationalparks kamen im September rund 1400 Touristen ins Everest-Gebiet, im selben Monat 2020 waren es nur etwa 170 gewesen. Ang Dorjee Sherpa, Besitzer der AD Friendship Lodge in Namche Bazaar, teilte mir vor zwei Wochen begeistert mit, dass an einem Tag rund 250 Touristen im Hauptort der Khumbu-Region eingetroffen seien. Vor einem Jahr waren es häufig nur eine Handvoll Trekker pro Tag gewesen.

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Corona-Infektion am Mount Everest

Südseite des Mount Everest

Nun hat die Corona-Pandemie auch den höchsten Berg der Erde erreicht. Aus dem Basislager auf der nepalesischen Südseite des Mount Everest wird mindestens ein Corona-Fall gemeldet. Das US-Magazin Outside berichtet unter Berufung auf eine Quelle im Basislager, ein Bergsteiger, der mit Verdacht auf ein Höhenlungenödem ausgeflogen wurde, sei in einem Krankenhaus in Kathmandu positiv auf COVID-19 getestet worden. Sein Team im Basislager befinde sich in Quarantäne.

Der nepalesische Journalist Bhadra Sharma, der unter anderem für die New York Times schreibt, berichtet sogar von drei infizierten Bergsteigern und bezieht sich dabei auf die Aussage eines Arztes im Basislager.

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Bergsteiger- und Trekkingsaison in Nepal nimmt langsam Fahrt auf

Mount Everest (l.) und Lhotse

Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer für Nepal in Zeiten der Pandemie: Im März zählten die nepalesischen Behörden rund 15.000 Touristen, die aus dem Ausland in den Himalayastaat einreisten. Das waren fast doppelt so viele wie im Februar. In den ersten drei Monaten des Jahres kamen insgesamt rund 33.000 Touristen. Das entspricht etwa einem Viertel der Zahl ausländischer Urlauber, die im ersten Quartal des Vor-Corona-Jahrs 2019 nach Nepal einreisten (rund 127.000).

Auch die Bergsteiger-Saison nimmt nach der Lockerung der Einreisebeschränkungen Fahrt auf. Das Tourismusministerium teilte gestern mit, es habe bislang 343 Besteigungsgenehmigungen für insgesamt neun Berge ausgestellt, davon alleine 192, verteilt auf 20 Expeditionsteams, für den Mount Everest. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019 hatte das Ministerium 381 Permits für den höchsten Berg der Erde erteilt.

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Nepal gibt offiziellen Startschuss für Bergsteiger-Saison im Herbst

Nepalesische Südseite des Everest
Nepalesische Südseite des Mount Everest

„Die Berge sind für die diesjährige Herbstsaison geöffnet“, sagte Mira Acharya, Direktorin der Tourismusabteilung in der nepalesischen Regierung. Von diesem Donnerstag an würden wieder Permits für 414 Berge Nepals ausgestellt, darunter auch für den Mount Everest, 75 Berge bleiben gesperrt.

Am 13. März hatte die Regierung verkündet, dass sie wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Besteigungsgenehmigungen mehr erteilen werde. Die Frühjahrssaison war in Nepal komplett ausgefallen, auch auf der Südseite des Everest. Auf der Nordseite des Bergs hatten die chinesisch-tibetischen Behörden lediglich Permits für eine einzige chinesische Expedition ausgestellt, die Ende Mai auf den höchsten Gipfel der Erde gelangt war.

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Bergtourismus in Pakistan liegt am Boden

Träger auf dem Baltoro-Gletscher

Die Corona-Krise lässt die Schere zwischen dem, was sein könnte und tatsächlich ist, weit auseinandergehen. Theoretisch wäre die Bergsteigersaison im Karakorum jetzt in vollem Gange. Anfang des Jahres hatten noch 25 Expeditions-Teams Permits für die fünf Achttausender Pakistans und andere Berge im Norden des Landes beantragt. Gekommen ist niemand.

„Pakistan ist komplett offen, auch die Flughäfen, aber es gibt überhaupt keinen Tourismus“, schreibt mir Mirza Ali Baig, Chef des Veranstalters Karakorum Expeditions. „Der Sommer-Abenteuertourismus steht vor dem Aus. Es gibt keine Möglichkeit zum Bergsteigen, auch Trekking findet nicht statt. Nicht einmal eine einzige lokale Gruppe.“

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Coronavirus-Krise: Vorerst keine Permits mehr für Expeditionen zu Everest und Co. in Nepal

Nepalesische Südseite des Everest
Nepalesische Südseite des Mount Everest

Die Frühjahrs-Klettersaison im Himalaya ist vorbei, ehe sie begonnen hat. Nachdem die chinesisch-tibetischen Behörden verkündet hatten, dass sie in diesem Frühjahr keine Permits für die tibetische Nordseite des Mount Everest und andere Berge an ausländische Expeditionsteams vergeben, zog jetzt auch die nepalesische Regierung die Reißleine. Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus würden vom 14. März bis 30. April keine Permits für Expeditionen zum Everest und den anderen hohen Bergen Nepals ausgestellt, ließ die Regierung in Kathmandu wissen. Die bereits erteilten Besteigungsgenehmigungen seien ungültig, hieß es. Die Regelung gilt dem Vernehmen nach auch für Trekkingreisen.

Selbst wenn der Erlass Anfang Mai zurückgenommen würde, wäre die verbleibende Zeit für Expeditionen zu kurz. Ende Mai endet die Saison wegen der einsetzenden Monsunzeit.

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Lhakpa Sherpa: „Zahl der Everest-Bergsteiger wird abnehmen“

Lhakpa Sherpa

Als Tellerwäscherin auf den höchsten Berg der Welt. Lhakpa Sherpa hat das nicht nur einmal geschafft. Mit neun Aufstiegen steht die 46-Jährige als erfolgreichste Everest-Bergsteigerin im Guinness-Buch der Rekorde. In diesem Frühjahr will sie Gipfelerfolg Nummer zehn folgen lassen. Bei ihrem ersten im Jahr 2000 von der nepalesischen Südseite aus war Lhakpa die erste Frau aus Nepal, die den Everest bestieg und lebend zurückgekehrte – Pasang Lhamu Sherpa, 1993 die erste Nepalesin auf dem höchsten Punkt der Welt, starb beim Abstieg. Die acht weiteren Everest-Erfolge gelangen Lhakpa von der tibetischen Nordseite aus.

Die Sherpani  lebt in West Hartford im US-Bundesstaat Connecticut. Zwölf Jahre lang war Lhakpa mit dem in Rumänien geborenen neunmaligen Everest-Besteiger George Dijmarescu verheiratet. Die Ehe endete in einem Rosenkrieg. Ein US-Gericht sprach Lhakpa schließlich nach der Scheidung das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zu. Ihr Sohn ist inzwischen volljährig, die beiden jüngeren Töchter leben noch bei ihr. Um den Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Lhakpa Sherpa 40 Stunden pro Woche als Spülkraft in einem Supermarkt.

Lhakpa, du willst im nächsten Frühjahr zum zehnten Mal auf den Mount Everest steigen. Wieder über die Nordseite, wieder mit Flaschensauerstoff, mit oder ohne Kunden?

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