Andreas Dahlmeier: „Laura bleibt am Berg zurück“

Laura Dahlmeier beim Bergsteigen
Laura Dahlmeier (1993-2025)

„Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht. Aber es war nicht möglich, sie zu holen“, sagt Andreas Dahlmeier, Vater der Ende Juli am Sechstausender Laila Peak in Pakistan tödlich verunglückten frühere Weltklasse-Biathletin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier, gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“.

„Es war nach dem Unfall zu gefährlich. Als Thomas noch mal an den Laila Peak ging, war sie nicht mehr auffindbar. Somit bleibt Laura am Berg zurück. Es besteht keine Chance, sie noch zu bergen.“ Andreas Dahlmeier gab das Interview gemeinsam mit Topkletterer Thomas Huber – in der Hoffnung, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt.

Nun seien „alle Türen für Spekulationen geschlossen“, hofft Thomas auf Instagram. Als wäre es schon nicht das Schlimmste, ihr Kind beziehungsweise ihre Schwester zu verlieren, sah sich die Familie Dahlmeier nach dem tödlichen Unfall Lauras mit unsäglichen Diskussionen und pietätlosen Kommentaren in den (Un-) Sozialen Medien konfrontiert.  

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Trauer um die deutsche Bergsteigerin Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier beim Felsklettern
Laura Dahlmeier (1993-2025)

Es immer schwer, einer so endgültigen Wahrheit wie dem Tod eines Menschen ins Gesicht zu blicken. Aber es hilft nicht, davor die Augen zu verschließen. Nach menschlichem Ermessen kann die deutsche Bergsteigerin Laura Dahlmeier das Bergunglück am Montag am 6096 Meter hohen Laila Peak im Karakorum nicht überlebt haben.

Zwei Tage später wurde die 31-Jährige für tot erklärt und die Rettungsaktion an dem extrem steilen und gefährlichen Berg abgebrochen.

„Die Bergung des Leichnams ist für die Rettungskräfte unter den aktuell vorherrschenden schwierigen Bedingungen mit Steinschlag und einem Wetterumschwung am Laila Peak mit einem zu hohen Risiko verbunden und nicht realisierbar“, teilte das Management Laura Dahlmeiers mit. Inzwischen wurden auch weitere Einzelheiten des Unglücks bekannt.

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Thomas Huber: „Ich brauche keinen Achttausender“

Thomas Huber, 2015
Thomas Huber

Wenn Thomas Huber über die Freiheit in den Bergen redet, leuchten seine Augen. „Berge sind so viel mehr als nur ein Name, eine Besteigung oder ein Rekord“, sagt mir der ältere der beiden „Huberbuam“. „Berge geben dir die Möglichkeit, etwas ganz Besonderes zu finden. In dir selbst. Deine innere Freiheit.“ 57 Jahre ist Thomas inzwischen alt. Nach dem Verlust seines Jagdhunds Cerro, der im vergangenen Winter überfahren wurde, entschloss er sich, in diesem Jahr auf Expeditionen zu verzichten. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, seinen neuen Hund Torre auszubilden – und bergsteigerisch gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurückzukehren, dem extremen Klettern.

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Kletterszene trauert um den „Torre-Mann“ Ermanno Salvaterra

Ermanno Salvaterra (1955-2023)
Ermanno Salvaterra (1955-2023)

„Ermanno galt mit gutem Grund als der stärkste Bergsteiger in Patagonien. Seit Jahrzehnten (war er) der große Protagonist in Südamerika. Daran gibt es keinen Zweifel. Er war in jedem Gelände überragend, trotzte den schlimmsten Stürmen, passte sich jeder Situation an und gab nie auf.“ Das schrieb der italienische Topbergsteiger Hervé Barmasse auf Instagram über seinen verstorbenen Landsmann Ermanno Salvaterra, der in der internationalen Szene vor allem mit seinen Klettertouren in Patagonien für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Am Freitag war Salvaterra am Campanile Alto, einem 2937 Meter hohen Dolomiten-Berg in der Brenta-Gruppe, bei einem 20-Meter-Sturz auf rund 2750 Metern ums Leben gekommen. Der 68 Jahre alte Bergführer hatte einen Kunden geführt, der unverletzt blieb. Bergsteiger-Legende Reinhold Messner wies darauf hin, dass die Brenta-Gruppe das „wahre Zuhause“ des Verunglückten gewesen sei. „Ein Haltegriff muss nachgegeben haben: Ein Salvaterra stürzt dort normalerweise nicht ab,“ sagte Messner. Der Der 78-Jährige sprach von einer Tragödie. Salvaterra sei „eine wirklich herausragende Persönlichkeit des Alpinismus“ gewesen, so Messner.

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Miquel Mas und Marc Subirana eröffnen neue Route auf Latok II-Nebengipfel

Marc Subirana (l.) und Miquel Mas, im Hintergrund rechts der "Daumen" des Latok II
Marc Subirana (l.) und Miquel Mas, im Hintergrund rechts der „Daumen“ des Latok II

Den beiden spanischen Kletterern Miquel Mas und Marc Subirana ist im zweiten Anlauf ein alpinistischer Coup im Karakorum gelungen. Nach Informationen des Spaniers Carlos Garranzo erreichten die beiden am Freitag über eine „sehr direkte Linie“ einen bisher noch unbestiegenen, rund 6400 Meter hohen Nebengipfel an der Südwestflanke des 7108 Meter hohen Granitriesen Latok II. Sie hätten bislang insgesamt 18 Tage lang in der Wand verbracht, allein der Gipfeltag habe 14 Stunden gedauert, berichtet Carlos. Nach seinen Angaben tauften Miquel und Marc ihre neue Route „Latok Thumb“.

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Thomas Huber vor seiner Expedition ins Choktoi: „Offen für alle Berge“

Thomas Huber (r.) mit Yannick Boissenot (l.) und Simon Gietl

„Ich gehe nicht in die Berge für Social Media, ich gehe in die Berge um bergzusteigen“, sagt mir Thomas Huber. „Ich bin da ‚Old School’“. Der 52-Jährige, der ältere der beiden „Huberbuam“, will erst nach der Rückkehr aus dem Karakorum berichten, wie es ihm und seinen beiden Gefährten ergangen ist. Am Montag bricht er mit dem 34 Jahre alten Südtiroler Simon Gietl und dem Franzosen Yannick Boissenot nach Pakistan auf. Es geht, so viel verrät Huber, wieder zu den Bergen am Choktoi-Gletscher. Über das genaue Ziel will Thomas nicht reden. Im Sommer 2018 hatte sich das Trio – damals noch ergänzt um Rainer Treppte – dort die noch nicht durchkletterte Nordwand des 7145 Meter hohen Latok I vorgenommen, wegen der großen Lawinengefahr aber nicht einsteigen können.

Thomas, kann man sagen, dass die Berge am Choktoi-Gletscher inzwischen so etwas wie dein zweites Wohnzimmer geworden sind?

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