#ClimbersForPeace: Als Russen und Ukrainer (in den Bergen) gemeinsame Sache machten

Sondermarke zur erfolgreichen sowjetischen Everest-Expedition 1982

Es gehört Mut dazu, in Kriegszeiten die Stimme gegen die eigene Regierung zu erheben. Besonders wenn diese Regierung mit Haftstrafen von bis 15 Jahren droht, falls „falsche Informationen“ über die „militärische Spezialaktion“ verbreitet werden, wie Präsident Wladimir Putin die russische Invasion in der Ukraine nennt. Einige russische Topbergsteiger wie Alexander Gukov, Evgeniy Glazunov und Dmitry Pavlenko ließen sich davon nicht beeindrucken, sondern positionierten sich öffentlich klar gegen Putin und seinen Angriffskrieg.

Pavlenkos Tonfall wird jedoch zunehmend frustrierter. „So bitter es auch sein mag, wir müssen zugeben, dass Putins Propaganda in Russland und Teilen des GUS-Raums gewonnen hat. In zwanzig Jahren hat sie es geschafft, über hundert Millionen Menschen in Flash-Laufwerke zu verwandeln. Jetzt kann man alles in sie hineinschütten, und sie werden es reproduzieren und mit aller Kraft unterstützen“, schreibt Dmitry heute auf Facebook.  „Dieser Krieg hat mir gezeigt, dass ich mein Heimatland endgültig verloren habe.“

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#ClimbersForPeace: Russische Bergsteiger verurteilen Angriff auf die Ukraine

Alexander Gukov

Russische Bergsteiger erheben ihre Stimme gegen den Ukraine-Krieg – ungeachtet möglicher Repressionen durch die Behörden ihres Heimatlands. „Wir, die Bergsteiger Russlands, sind gegen die Militäraktionen, die die russische Armee auf dem Gebiet der Ukraine durchführt. Wir wissen aus erster Hand, wie zerbrechlich das menschliche Leben ist“, heißt es in einem Offenen Brief an Präsident Wladimir Putin, den der russische Top-Bergsteiger Alexander Gukov auf Facebook veröffentlichte. „Wir halten es für ein Verbrechen, dass die russische Armee in das Hoheitsgebiet der Ukraine eindringt, worunter die Menschen beider Länder leiden. Dies ist ein Schandfleck in der Geschichte Russlands, mit dem nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder werden leben müssen.“

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#ClimbersforPeace

Ich bin bedrückt. Wie eine schwere Last liegt der Krieg in der Ukraine 🇺🇦 auf meiner Seele. Ich denke an die Menschen dort, die um ihr Leben fürchten, an die Getöteten, die Verletzten, die Vertriebenen, an das Leid, die Tränen, die vergossen werden. Im Krieg gibt es nur Verlierer. Und ich verzweifle daran, dass es immer noch und immer wieder Menschen gibt, die Krieg und Gewalt einsetzen, um ihre persönliche Macht zu sichern oder zu bereichern. Sie waren nie im Recht, und sie werden es auch niemals sein!

Ich habe Bergsteigerinnen und Bergsteiger aus aller Welt getroffen. Nur sehr wenige waren in nationalistischem Denken gefangen. Natürlich gab es einige mit einem übersteigerten Ego. Aber selbst diese fühlten sich in der Regel als Weltbürger, waren offen für Menschen aus anderen Ländern, Kulturen und Sprachen. Uns alle eint die Liebe zu den Bergen. Lasst uns jetzt unsere Stimme für die Liebe zum Leben erheben! Gegen Tod und Gewalt, für den Frieden!

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