Pakistanischer Vater will mit Zwölfjähriger auf den Achttausender Broad Peak

Selena Khawaja
Selena Khawaja

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Kinder gehören nicht auf Achttausender. Und das meine ich ohne Wenn und Aber. Ich habe fünf Kinder großgezogen – und dies nicht im Stile eines übervorsichtigen „Helikopter“-Vaters, der seine Sprösslinge immer in dicke Watte packt. Aber ich frage mich: Wie nur können Eltern ihre Kinder bewusst der Todesgefahr an einem Achttausender aussetzen? Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Und so schüttle ich auch jetzt wieder den Kopf.

Die erst zwölf Jahre alte Pakistanerin Selena Khawaja ist gemeinsam mit ihrem Vater auf dem Weg zum Broad Peak. In diesem Sommer wollen sie den 8051 Meter hohen Berg im Karakorum besteigen. Sollte Selena den höchsten Punkt erreichen, wäre sie der jüngste Mensch, der jemals auf einem Achttausender stand.

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Medikament gegen Höhenkrankheit als Corona-Retter?

Plötzlich spricht alle Welt über Dexamethason – ein Medikament, das Höhenbergsteiger und Trekkingurlauber, die im Himalaya oder Karakorum unterwegs sind, seit langem kennen. Eine britische Studie hat nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler ergeben, dass die Todesrate bei künstlich beatmeten COVID-19-Patienten um etwa ein Drittel sank, wenn ihnen die Ärzte Dexamethason verabreicht hatten. Bei einem milden Krankenheitsverlauf zeigte das Steroid allerdings keine Wirkung. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sprach von „brillanten Neuigkeiten“, Tedros Adhanom Ghebreyesus, Präsident der Weltgesundheitsorganisation WHO von einem „lebensrettenden wissenschaftlichen Durchbruch“. Deutsche Wissenschafter warnen vor voreiliger Euphorie. So müssten auch die Nebenwirkungen des Medikaments berücksichtigt werden. Außerdem sei es offenkundig nur bei schweren Verläufen hilfreich und ersetze keinen Impfstoff, der weiterhin nötig sei.

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Wenn die Höhenkrankheit anklopft

Unser Umkehrpunkt auf 5000 Metern, im Hintergrund der Renjo La

Auf rund 5000 Metern war Schluss. Meine Tochter, die vor mir ging, kippte plötzlich seitwärts weg und spuckte das wenige aus, das sie in den letzten 24 Stunden zu sich hatte nehmen können. Alle Kraft schien aus ihrem Körper gewichen zu sein. Nur gut 300 Höhenmeter fehlten uns zum Renjo La, von dem aus sich uns wahrscheinlich – trotz einiger Wolken – ein unvergleichliches Panorama mit drei Achttausendern geöffnet hätte: Mount Everest, Lhotse, Makalu. Doch plötzlich war der Bergpass unerreichbar fern. Auf zweieinhalb bis drei Stunden schätzte unser nepalesischer Bergführer die Zeit, die meine Tochter in ihrem Zustand noch bis zum höchsten Punkt benötigen würde – wenn sie es überhaupt schaffte. Und dann nochmal 500 Höhenmeter herunter nach Gokyo und eine Nacht auf knapp 4800 Metern.

Allerhöchste Zeit umzukehren. Meine Tochter wäre wahrscheinlich eine heiße Kandidatin für ein (lebensbedrohliches) Höhenhirnödem gewesen. Schließlich zeigte sie klassische Symptome der Höhenkrankheit: Starke Kopfschmerzen (auch im Hinterkopf), Übelkeit, Erbrechen, Hustenreiz, Leistungsabfall. Eigentlich hätten wir schon viel früher die Reißleine ziehen müssen. Doch wer gibt schon gerne ein attraktives Ziel auf? Man will es nicht wahrhaben, greift nach jedem Strohhalm, der Hoffnung verspricht.

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Slowenischer Bergsteiger Janez Svoljsak ist tot

Janez Svoljsak (1993-2019)

Traurige Nachricht aus dem Karakorum: Janez Svoljsak, ein vielversprechendes Talent der slowenischen Bergsteigerszene, ist am vergangenen Wochenende im Alter von nur 25 Jahren gestorben – im Schlaf zu Füßen des 6651 Meter hohen Tahu Rutum im Karakorum. Zusammen mit seiner slowenischen Freundin Sara Jaklic hatte er sich am noch unbestiegenen Westgrat des Bergs versuchen wollen. Laut slowenischen Medienberichten keuchte Janez im Schlaf einmal kurz auf und hörte dann auf zu atmen. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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