K2: Zimmerman und Welsted geben am Westgrat auf, weitere Gipfelerfolge

Am K2-Westgrat
Am K2-Westgrat

Sie haben das Handtuch geworfen. Der US-Amerikaner Graham Zimmerman und der Kanadier Ian Welsted brachen ihren Versuch am selten begangenen, anspruchsvollen K2-Westgrat ab und kehrten ins Basislager um. Die beiden waren im Alpinstil unterwegs, also ohne Flaschensauerstoff, ohne feste Hochlager und ohne Hochträger.

„Am Ende wurden wir von den wärmsten Temperaturen gestoppt, die wir jemals in den hohen Bergen erlebt haben“, schreibt Zimmerman auf Instagram. „Auf 7000 Metern konnten wir nicht mehr weitersteigen, da fast ständig Lawinen und Steinschlag auf die Route niedergingen.“

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K2: Vermisste Winterbergsteiger gefunden, erste Gipfelerfolge

K2
Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum (2004)

Vom K2 werden die ersten Gipfelerfolge der Sommersaison gemeldet. Unter denen, die heute – mit Flaschensauerstoff – den höchsten Punkt auf 8611 Metern erreichten, war auch der erst 19 Jahre alte pakistanische Bergsteiger Shehroze Kashif. Im vergangenen Mai hatte Kashif auch den Mount Everest bestiegen, 2017 den Broad Peak – seitdem wird er in seiner Heimat „Broad Boy“ gerufen.

Alle, die heute den Gipfel des K2 erreichten, waren auch an den Leichen von Muhammad Ali Sadpara, John Snorri Sigurjonsson und Juan Pablo Mohr vorbeigestiegen. Die Sherpas eines kommerziellen Teams, das die Fixseile verlegte, hatte gestern die Körper der drei Bergsteiger entdeckt, die seit ihrem Winter-Gipfelversuch Anfang Februar vermisst und später für tot erklärt worden waren.

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Trauer um Rick Allen nach Lawinenunglück am K2

Rick Allen starb am K2 – dieses Bild machte der Kanadier Louis Rousseau im Sommer 2018

Einer der großen britischen Bergsteiger ist nicht mehr unter uns. Der 68 Jahre alte Schotte Rick Allen starb gestern in einer Lawine am K2. Angeblich wollte Rick gemeinsam mit dem Österreicher Stephan Keck und dem Spanier Jordi Tosas eine neue Route auf den zweithöchsten Berg der Erde eröffnen – im Alpinstil, also ohne Flaschensauerstoff, Hochträger und vorbereitete Hochlager. Wo genau die Route hinaufführen sollte, ist unklar, in einigen Berichten heißt es auf der Südostseite des K2, in anderen ist von der lawinengefährdeten, noch nie durchstiegenen Ostwand die Rede. Keck und Tosas entkamen der Lawine. Der Spanier blieb im Basislager, der Österreicher ließ sich in die Stadt Skardu ausfliegen. Laut Berichten aus Pakistan wurde Allens Leiche nahe dem vorgeschobenen Basislager gefunden.

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K2 und Broad Peak: Schwierige Suche nach Vermissten

Broad Peak (2004)

Der südkoreanische Bergsteiger Kim Hong-bin ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seit vergangenem Montag tot, doch von seinem Satellitentelefon konnten später noch Signale geortet werden – auf 7000 Metern auf der schwer zugänglichen chinesischen Ostseite des Achttausenders Broad Peak. Ob Kims Körper dort liegt oder nur das Satellitentelefon, ist noch offen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Freitag , die chinesischen Behörden hätten erlaubt, dass pakistanische Rettungshubschrauber auch auf chinesischem Territorium nach Kim suchen dürften. Die Chinesen hätten nahe dem Unglücksort ein Einsatzzentrum eingerichtet, um die Suchaktion zu unterstützen.

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Tragödie um Kim Hong-bin am Broad Peak

Kim Hong-bin am Broad Peak (Ende Juni)

Der Grat zwischen Triumph und Tragödie kann an den Achttausendern sehr schmal sein. Zunächst ging die Schlagzeile um die Welt, dass der Südkoreaner Kim Hong-bin den 8051 Meter hohen Broad Peak im Karakorum bestiegen und damit als erster behinderter Bergsteiger der Welt auf allen 14 Achttausendern gestanden habe – mit Flaschensauerstoff. Sogar der südkoreanische Präsident Moon Jae-in gratulierte Kim via Twitterzur Komplettierung der Achttausender-Sammlung: „Du hast den Menschen, die des Coronavirus müde sind, mehr Stolz und Hoffnung gegeben.“

Wenige Stunden später kam die Nachricht, dass der 56-Jährige vermisst werde. Russische Bergsteiger, die ebenfalls am Berg waren, berichteten schließlich, Kim sei beim Abstieg weit oben am Berg in eine 15 Meter tiefe Spalte gefallen und dabei ums Leben gekommen. In anderen Meldungen in den sozialen Netzwerken hatte es zuvor geheißen, Hong-bin sei auf die chinesische Seite des Broad Peaks abgestürzt.

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Auf den Spuren der Vermissten vom K2

John Snorri Sigurjonsson, Juan Pablo Mohr und Muhammad Ali Sadpara (v.l.)

Vermisst, aber unvergessen. Vor fünf Monaten waren der Pakistaner Muhammad Ali Sadpara, der Isländer John Snorri Sigurjonsson und der Chilene Juan Pablo Mohr nicht von ihrem Winter-Gipfelversuch am K2 zurückgekehrt. Nach mehreren vergeblichen Suchaktionen aus der Luft waren die drei Bergsteiger 13 Tage nach ihrem Aufbruch für tot erklärt worden.

Vor zwei Wochen verabschiedete sich die Familie und Freunde Sigurjonssons in Island mit einem Gottesdienst von John Snorri.

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Pakistanischer Vater will mit Zwölfjähriger auf den Achttausender Broad Peak

Selena Khawaja
Selena Khawaja

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Kinder gehören nicht auf Achttausender. Und das meine ich ohne Wenn und Aber. Ich habe fünf Kinder großgezogen – und dies nicht im Stile eines übervorsichtigen „Helikopter“-Vaters, der seine Sprösslinge immer in dicke Watte packt. Aber ich frage mich: Wie nur können Eltern ihre Kinder bewusst der Todesgefahr an einem Achttausender aussetzen? Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Und so schüttle ich auch jetzt wieder den Kopf.

Die erst zwölf Jahre alte Pakistanerin Selena Khawaja ist gemeinsam mit ihrem Vater auf dem Weg zum Broad Peak. In diesem Sommer wollen sie den 8051 Meter hohen Berg im Karakorum besteigen. Sollte Selena den höchsten Punkt erreichen, wäre sie der jüngste Mensch, der jemals auf einem Achttausender stand.

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