Besucherlimit und Besteigungsgebühr am Fuji – wegen Überfüllung

Der 3776 Meter hohe Fuji in Japan
Der 3776 Meter hohe Fuji in Japan

Nicht nur der Mount Everest im Himalaya und der Mont Blanc in den Alpen sind zur Klettersaison überfüllt. Auch der Fuji, der höchste Berg Japans, gehört zu den Prestigebergen, auf die mehr Menschen steigen, als die Natur verträgt.

Geht es nach der Regionalregierung der Präfektur Yamanashi, dürfen vom kommenden Sommer an nicht mehr als 4000 Menschen pro Tag den oberen Bereich des Fuji betreten. Außerdem sollen Gipfelanwärterinnen und -anwärter eine Besteigungsgebühr von 2000 Yen (12,50 Euro) für den 3776 Meter hohen Vulkan bezahlen. „Es ist dringend nötig, die Zahl der Bergsteiger zu begrenzen, da wir eine Überfüllung beobachten“, begründete der Gouverneur von Yamanashi, Kotaro Nagasaki, das Maßnahmenpaket, das er noch in diesem Monat dem Regionalparlament vorlegen will.

Hohes Risiko, höhenkrank zu werden

Appell der Regionalregierung Stop Bullet Climbing
Appell der Regionalregierung

Geplant ist außerdem, den Zugang Richtung Gipfel von vier Uhr nachmittags bis drei Uhr morgens Ortszeit zu sperren. Damit soll dem sogenannten „Bullet Climbing“ ein Riegel vorgeschoben werden. Darunter versteht man den Versuch, den Gipfel pünktlich zum Sonnenaufgang zu erreichen – und das in einem Zug, ohne auf einer der Hütten an den Hängen des Fuji zu übernachten. Die Folge: ein noch höheres Risiko, höhenkrank zu werden. Laut Studien leidet ohnehin schon fast jeder dritte Fuji-Besteiger an Symptomen der akuten Höhenkrankheit.

Mehr als 220.000 Besteigungen in einer Saison

In der vergangenen Sommersaison vom 1. Juli bis 10. September 2023 hatten die Behörden insgesamt mehr als 220.000 Besteigungen über die vier üblichen Routen registriert, mehr als 60 Prozent über den beliebten Yoshida Trail. 3800 Menschen waren „Bullet Climbers“. Einige von ihnen wurden dabei beobachtet, wie sie nachts an den Hängen des Bergs Feuer entzündeten.

Der Fuji, der in der Shinto-Religion als heiliger Berg verehrt wird, ist seit 2013 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Besucher werden gebeten, 1000 Yen (6,25 Euro) zu zahlen, um den Berg sauber zu halten. Diese Gebühr ist jedoch freiwillig und wird nicht von allen entrichtet. Traurig und respektlos.

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