Drei Bergsteiger vom 7000er Rakaposhi gerettet

Der 7788 Meter hohe Rakaposhi im Norden Pakistans

Glückliches Ende einer dramatischen Rettungsaktion: Nachdem sie tagelang am 7788 Meter hohen Rakaposhi im Norden Pakistans auf 6900 Metern festgesessen hatten, konnten die beiden Tschechen Petr Macek und Jakub Vlcek sowie der pakistanische Bergsteiger Wajid Ullah Nagri am gestrigen Dienstag aus eigener Kraft mehrere hundert Meter absteigen. Heute wurden sie schließlich von einem Rettungshubschrauber aus einer Höhe von 6200 Metern geborgen. Allen dreien soll es den Umständen entsprechend gut gehen.

Macek, Vlcek und Nagri hatten nach Medienberichten am Donnerstag vergangener Woche den Gipfel erreicht. Beim Abstieg gerieten sie bei schlechtem Wetter in Bergnot und saßen in ihrem Lager 3 auf 6900 Metern fest. Angeblich war einer der Tschechen höhenkrank, beide hätten sich Erfrierungen zugezogen, hieß es. Offenbar fehlte es dem Trio zudem an Seilen, um den Abstieg fortzusetzen.

Lebensmittel und Seile abgeworfen

Wajid Ullah Nagri, Petr Macek und Jakub Vlcek (v.l.)

Am vergangenen Samstag begann die Rettungsaktion, die von dem pakistanischen Bergsteiger Abdul Joshi geleitet wurde. Mehrfach stiegen Hubschrauber der pakistanischen Armee auf, konnten aber zunächst wegen des schlechten Wetters nicht zu dem Trio vordringen. Am Dienstag gelang es, vom Helikopter aus Nahrungsmittel, Medikamente, ein Funkgerät und Seile zu den erschöpften Bergsteigern abzulassen. Daraufhin konnten sie ihren Abstieg fortsetzen.

Der Rakaposhi, rund 100 Kilometer nördlich der Stadt Gilgit gelegen, wurde 1958 von den beiden Briten Mike Banks und Tom Patey erstbestiegen. Vom Basislager bis zum Gipfel sind mehr als 4000 Höhenmeter zu überwinden. 2020 wurden die beiden Japaner Kazuya Hiraide und Kenro Nakajimo für ihre neue Route durch die Südwand und über den Südostgrat des Rakaposhi mit dem Piolet d’Or ausgezeichnet, dem „Oscar der Bergsteiger“.

2 Antworten auf „Drei Bergsteiger vom 7000er Rakaposhi gerettet“

  1. Lieber Stefan,
    Wie immer ein super Bericht! Danke !
    Ein Detail: ist das nicht auf dem ersten Foto der 7000er Diran?
    Klaus

    1. Vielen Dank für den Hinweis, lieber Klaus. Ich glaube, du hast Recht. Das ist – wie bei mir mit dem Rakaposhi – das Problem, wenn man einen Berg noch nicht mit eigenen Augen gesehen hat. 😉 Ich habe das Bild ausgetauscht. Ich hoffe, das ist er jetzt wirklich (wenn auch seine Nordseite).

Kommentare sind geschlossen.