Pakistans Bergführer gründen eigenen Verband

Sirbaz Khan beim Gründungskongress der KMGA in Skardu
Sirbaz Khan (Mitte) ist der erste Präsident der KMGA

Es ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem längst überfälligen Weg der pakistanischen Bergsteiger und Bergsteigerinnen, sich zu emanzipieren.

In einem Hotel in der Stadt Skardu im Norden Pakistans riefen sie am vergangenen Wochenende die „Karakoram Mountain Guides Association“ (KMGA) ins Leben, die „erste nationale Organisation, die von Bergsteigern für Bergsteiger gegründet wurde“, wie sie hinterher stolz verkündeten.

An die Spitze des neuen Bergführer-Verbands wählten die mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gründungskongresses Sirbaz Khan. Er vervollständigte Anfang Oktober 2024 als erster Pakistaner seine Sammlung aller 14 Achttausender. Im Mai 2025 wurde Sirbaz zudem der erste pakistanische Bergsteiger, der ohne Flaschensauerstoff auf den 14 höchsten Bergen der Welt stand.

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Alpinistisches Glanzstück von James Price und George Ponsonby im Karakorum: „Jede Seillänge ein Fragezeichen“

James Price (l.) und George Ponsonby (r.) auf dem Gipfel des Aikache Chhok
James Price (l.) und George Ponsonby (r.) auf dem Gipfel des Aikache Chhok

Eigentlich sollen die Mitglieder der „Young Alpinist Group“ aus Großbritannien und Irland nur erste Erfahrungen in den großen Gebirgen der Welt sammeln. Zwei von ihnen ist jetzt jedoch im Norden Pakistans bereits ein echter alpinistischer Coup gelungen.

Der Brite James Price und der Ire George Ponsonby eröffneten Ende Oktober am 6673 Meter hohen Aikache Chhok im Alpinstil eine 3000 Meter hohe schwierige Route über den noch nie begangenen Nordwestgrat und stiegen dann über die ebenfalls noch jungfräuliche Südwestwand ab.

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Andreas Dahlmeier: „Laura bleibt am Berg zurück“

Laura Dahlmeier beim Bergsteigen
Laura Dahlmeier (1993-2025)

„Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht. Aber es war nicht möglich, sie zu holen“, sagt Andreas Dahlmeier, Vater der Ende Juli am Sechstausender Laila Peak in Pakistan tödlich verunglückten frühere Weltklasse-Biathletin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier, gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“.

„Es war nach dem Unfall zu gefährlich. Als Thomas noch mal an den Laila Peak ging, war sie nicht mehr auffindbar. Somit bleibt Laura am Berg zurück. Es besteht keine Chance, sie noch zu bergen.“ Andreas Dahlmeier gab das Interview gemeinsam mit Topkletterer Thomas Huber – in der Hoffnung, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt.

Nun seien „alle Türen für Spekulationen geschlossen“, hofft Thomas auf Instagram. Als wäre es schon nicht das Schlimmste, ihr Kind beziehungsweise ihre Schwester zu verlieren, sah sich die Familie Dahlmeier nach dem tödlichen Unfall Lauras mit unsäglichen Diskussionen und pietätlosen Kommentaren in den (Un-) Sozialen Medien konfrontiert.  

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K2: „Steine flogen in alle Richtungen“

K2
K2 (im Jahr 2004)

„Ich bin dankbar, dass ich am Leben und unverletzt bin“, schreibt die türkische Bergsteigerin Gülnur Tumbat heute auf Instagram. Die Professorin für Marketing, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in San Francisco. Am Montag hatte sie – mit Flaschensauerstoff – als eine von rund 40 Bergsteigerinnen und Bergsteigern aus kommerziellen Expeditionsteams den Gipfel des K2 erreicht, des zweithöchsten Bergs der Erde. Gülnur war die erste türkische Frau auf dem 8611 Meter hohen Gipfel im Karakorum in Pakistan.

Da ahnte sie wahrscheinlich noch nicht, wie gefährlich die letzte Phase ihres Abstiegs verlaufen würde: von Lager 1 auf rund 6000 Metern hinunter ins vorgeschobene Basislager (Advanced Base Camp – ABC) auf rund 5300 Metern. In dieser Passage starb am Dienstag – wie berichtet – eine chinesische Bergsteiger im Steinschlag. Auch ein Retter, der versucht habe, die Leiche der Chinesin zu bergen, sei getroffen worden, berichtet Gülnur.

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Chinesische Bergsteigerin stirbt durch Steinschlag am K2

K2
Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum (im Sommer 2004)

Am Montag hatte der Expeditionsveranstalter Imagine Nepal noch stolz verkündet, dass sein komplettes Team mit 15 Mitgliedern den Gipfel des K2, des zweithöchsten Bergs der Erde, erreicht habe. Nun überschattet ein Todesfall den Erfolg.

Nach übereinstimmenden Berichten aus Pakistan wurde eine chinesische Bergsteigerin des Teams am gestrigen Dienstag von Steinschlag getroffen und starb. Das Unglück habe sich zwischen Lager 1 (auf rund 6000 Metern) und dem vorgeschobenen Basislager (5300 Meter) ereignet, hieß es.

Am Montag hatten rund 40 Bergsteigerinnen und Bergsteiger aus mehreren Teams auf dem Gipfel des K2 auf 8611 Metern gestanden.

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Gipfelerfolge vom K2 gemeldet

K2 (im Sommer 2004)
Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum (2004)

Es hat lange gedauert, jetzt ist es so weit. Heute wurden vom K2, dem im Karakorum in Pakistan gelegenen zweithöchsten Berg der Erde, die ersten gut zwei Dutzend Gipfelerfolge der Sommersaison Saison gemeldet. Der nepalesische Expeditionsveranstalter Imagine Nepal stellte mit 15 Mitgliedern am Gipfel die größte Gruppe.

Angeführt wurde das Team von Mingma Gyalje Sherpa, dem Chef des Unternehmens. Für ihn war es der sechste K2-Gipfelerfolg. Mingma und Imagine Nepal hatten die Aufgabe übernommen, die Fixseile bis zum höchsten Punkt auf 8611 Metern zu legen.

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Pakistan: Wenn ein Leichnam vom Berg geholt werden soll

Der Sechstausender Laila Peak im Karakorum
Der Sechstausender Laila Peak im Karakorum

Nach dem tragischen Tod der deutschen Bergsteigerin Laura Dahlmeier am 6096 Meter hohen Laila Peak im Karakorum in Pakistan fragen sich viele: Sollte man den Körper der Verstorbenen doch noch bergen? Oder ihren letzten Willen respektieren?

Laura hatte in ihrem Testament geschrieben, dass ihr Leichnam am Berg verbleiben solle, wenn andere ihr Leben riskieren müssten, um den Körper zu bergen.

Genau das war unmittelbar nach Dahlmeiers Tod der Fall: Der Steinschlag, der Laura auf rund 5700 Metern das Leben gekostet hatte, dauerte an und hätte auch für die Mitglieder eines Bergungsteams eine möglicherweise tödliche Gefahr bedeutet.

Und wenn sich die Verhältnisse am Berg bessern? Auch dann bleibe es ein gefährliches Unterfangen, antwortet mir Dan Stretch von der US-Organisation Global Rescue.

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Trauer um die deutsche Bergsteigerin Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier beim Felsklettern
Laura Dahlmeier (1993-2025)

Es immer schwer, einer so endgültigen Wahrheit wie dem Tod eines Menschen ins Gesicht zu blicken. Aber es hilft nicht, davor die Augen zu verschließen. Nach menschlichem Ermessen kann die deutsche Bergsteigerin Laura Dahlmeier das Bergunglück am Montag am 6096 Meter hohen Laila Peak im Karakorum nicht überlebt haben.

Zwei Tage später wurde die 31-Jährige für tot erklärt und die Rettungsaktion an dem extrem steilen und gefährlichen Berg abgebrochen.

„Die Bergung des Leichnams ist für die Rettungskräfte unter den aktuell vorherrschenden schwierigen Bedingungen mit Steinschlag und einem Wetterumschwung am Laila Peak mit einem zu hohen Risiko verbunden und nicht realisierbar“, teilte das Management Laura Dahlmeiers mit. Inzwischen wurden auch weitere Einzelheiten des Unglücks bekannt.

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Bergunfall am Laila Peak in Pakistan: Große Sorge um Ex-Biathlon-Star Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier (beim Klettern im Wilden Kaiser in Österreich)
Laura Dahlmeier (beim Klettern im Wilden Kaiser in Österreich)

Laura Dahlmeier, einer der weltbesten Biathletinnen des letzten Jahrzehnts, ist am 6069 Meter hohen Laila Peak im Karakorum in Pakistan schwer verunglückt. „Laura Dahlmeier war am 28. Juli mit ihrer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs, als sie von Steinschlag erfasst wurde. Der Unfall geschah gegen Mittag Ortszeit auf rund 5700 Metern“, teilte das Management der 31-jährigen Bergsteigerin mit. Laura sei „mindestens schwerst verletzt“.

„Die Seilpartnerin setzte sofort einen Notruf ab, der Rettungseinsatz wurde umgehend eingeleitet.“ Aufgrund der „Abgeschiedenheit des Gebiets“ sei erst am Dienstagmorgen ein Rettungshubschrauber über der Unglücksstelle gewesen.

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Trocken, trockener, Karakorum

Broad Peak im Sommer 2004
So sah der Broad Peak im Sommer 2004 aus

„Vor zwei Tagen wurde Ismail Akbarov aus Aserbaidschan oberhalb des Basislagers von einem Stein getroffen. Es war sein erster Anstieg und gleichzeitig das Ende seiner Expedition. Der Aufprall verletzte sein Schienbein, sodass er mit dem Hubschrauber nach Skardu geflogen werden musste“, schrieb der Pole Lukasz Supergan, der sich in diesem Sommer am 8051 Meter hohen Broad Peak im Karakorum in Pakistan versucht, gestern auf Instagram. Er selbst habe sich darauf verlegt, nicht erst am Morgen, sondern bereits mitten in der Nacht zu starten, um nicht Steine loszutreten und hinter ihm Aufsteigende zu gefährden.

Nicht nur vom Broad Peak, sondern auch vom benachbarten K2 und den anderen Achttausendern Pakistans, dem Gasherbrum I, dem Gasherbrum II und dem Nanga Parbat, werden derzeit außergewöhnlich trockene Verhältnisse am Berg gemeldet, einhergehend mit erhöhter Steinschlaggefahr. Die sonst üblichen Niederschläge blieben bisher weitgehend aus. Immerhin wird für die kommenden Tage im Karakorum leichter Schneefall erwartet.

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Neue Routen an den Siebentausendern Ultar Sar und Spantik in Pakistan

Ultar Sar (in der Bildmitte der Südostpfeiler)
Ultar Sar (in der Bildmitte der Südostpfeiler)

Gleich zwei alpinistische Glanzlichter zum Auftakt der Sommer-Klettersaison im Karakorum in Pakistan: Der US-Amerikaner Ethan Berman, der australisch-argentinische Kletterer Sebastian Pelletti und der gebürtige Niederländer Maarten van Haeren eröffneten eine neue Route am 7388 Meter hohen Ultar Sar. Dem Franzosen Mathieu Maynadier und dem Pakistaner Mueez Ud din gelang eine Erstbegehung am 7027 Meter hohen Spantik. Beide Teams waren im Alpinstil unterwegs, sprich sie verzichteten auf Fixseile, feste Hochlager, Hochträger und Flaschensauerstoff.

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Bergsteigen in Pakistan wird teurer – aber nicht ganz so teuer wie zunächst geplant

Der Achttausender Broad Peak in Pakistan (mit Schatten des K 2)
Der Achttausender Broad Peak in Pakistan (mit Schatten des K 2)

Der Aufstand der pakistanischen Tourismusindustrie hat zumindest teilweise Erfolg gehabt. Die Regionalregierung der Provinz Gilgit-Baltistan hat die für diesen Sommer beschlossenen höheren Preise für Besteigungsgenehmigungen der höchsten Berge Pakistans etwas zurückgefahren.

Der Verband der pakistanischen Tour-Veranstalter (PATO) hatte gegen die ursprüngliche Preiserhöhung geklagt. Diese schädige den Bergtourismus im Land schwer, hatte die PATO argumentiert. Das Oberste Gericht Gilgit-Baltistans hatte den Beschluss daraufhin zunächst auf Eis gelegt. Nun liegt die neue überarbeitete Preisliste vor.

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Saisonbilanz der kommerziellen Expeditionen: Business as usual im Karakorum

K2 (im Jahr 2002)
Der K2, der zweithöchste Berg der Erde (im Jahr 2004)

Die kommerzielle Bergsteiger-Saison im Karakorum in Pakistan ist vorbei. Längst rühren die Expeditionsveranstalter die Werbetrommel für ihre Angebote im kommenden Herbst in Nepal und Tibet. Vor allem am Achttausender Manaslu im Westen Nepals dürfte es, wie in den Vorjahren, sehr voll werden.

In diesem Bergsommer in Pakistan tummelten sich die meisten kommerziellen Teams einmal mehr am 8611 Meter hohen K2. Der „König der Achttausender“ galt lange als zu gefährlich und anspruchsvoll für kommerzielle Expeditionen und war deshalb den besten Bergsteigern der Welt vorbehalten. Das hat sich inzwischen gründlich geändert. Der zweithöchste Berg der Erde teilt im Sommer dasselbe Schicksal, das seit vielen Jahren dem höchste aller Berge, dem Mount Everest, im Frühjahr widerfährt: Volles Basislager, Fixseile bis zum Gipfel, Müll auf der Normalroute, Staus an den Schlüsselstellen.   

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Gasherbrum IV: Verletzte russische Bergsteiger gerettet, Trauer um Sergey Nilov

Südostgrat des Gasherbrum IV (Bildmitte)
Südostgrat des Gasherbrum IV (Bildmitte)

Fünf Tage nach dem Lawinenunglück am 7932 Meter hohen Gasherbrum IV im Karakorum sind die beiden verletzten russischen Bergsteiger Sergei Mironov und Mikhail Mironov mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus der nordpakistanischen Stadt Skardu geflogen worden. „Ihr Zustand ist zufriedenstellend“, ließ die russische Botschaft in Pakistan wissen, ohne Details über die Art der Verletzungen bekanntzugeben. In ersten Berichten war von Brüchen die Rede gewesen.

Nach Angaben des russischen Bergsteiger-Portals mountain.ru wurde die Suche nach dem bei der Lawine tödlich verunglückten Sergey Nilov abgebrochen. Es sei in den vergangenen Tagen zu viel Neuschnee gefallen, hieß es. Der Schneefall hatte auch die Evakuierung der Verletzten verzögert. Ein fünfköpfiges Rettungsteam hatte die beiden russischen Bergsteiger vor zwei Tagen an eine Stelle auf gut 6000 Meter Höhe gebracht, an der ein Hubschrauber landen konnte.

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Lawinendrama am Gasherbrum IV – Nilov vermisst

Der 7932 Meter hohe Gasherbrum IV

Tragödie am Fast-Achttausender Gasherbrum IV im Karakorum in Pakistan: Fünf russische Bergsteiger, die aufgebrochen waren, um die Leiche ihres vor einem Jahr tödlich verunglückten Landsmanns Dmitry Golovchenko zu bergen, wurden von einer Eislawine getroffen. „Als das Team am Berg aufstieg, brach eine Eisformation zusammen, möglicherweise ein Serac, und löste eine Katastrophe aus. Die unbarmherzige Natur des Gasherbrum IV, der für sein gefährliches Terrain bekannt ist, verwandelte ihre edle Mission in einen Kampf ums Überleben“, schrieb Karrar Haidri, Präsident des Alpine Club of Pakistan (ACP), in einer Pressemitteilung.

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