Rettungsaktionen an Annapurna und Everest

Die Nordseite der Annapurna I

Drei Tage nach dem Rekord-Gipfeltag an der Annapurna I sind an dem Achttausender im Westen Nepals drei russische Bergsteiger aus Bergnot gerettet worden. Chhang Dawa Sherpa vom nepalesischen Expeditionsanbieter Seven Summit Treks teilte auf Instagram mit, die drei Russen seien mit dem Hubschrauber an der langen Rettungsleine ins Basislager gebracht worden. Sie seien wohlauf und würden jetzt ins Krankenhaus nach Kathmandu weitergeflogen. Angeblich zogen sie sich leichte Erfrierungen zu.

Am Sonntag war der Kontakt zu Sergey Kondrashkin, Alexander Luthokin and Dmitry Sinev abgerissen. Nach Angaben der Zeitung „The Himalayan Times“ hatten Kondrashkin und Sinev den 8091 Meter hohen Gipfel erreicht, Luthokin soll oberhalb von 7000 Metern aufgegeben haben. Das Trio wurde schließlich oberhalb von Lager 3 (6,600 Meter) entdeckt und mit dem Hubschrauber gerettet.

Angeblich gibt es aktuell Probleme mit der Internet-Verbindung im Basislager, sodass noch nicht bestätigt werden konnte, dass alle anderen sicher ins Basislager zurückgekehrt sind. Am vergangenen Freitag hatten mindestens 67 Bergsteiger den Gipfel der Annapurna erreicht – ein Rekord-Gipfeltag an diesem Achttausender.

Zwischenfall im Khumbu-Eisbruch

Rettungshubschrauber über dem Khumbu-Eisbruch (2014)

Auch am Mount Everest war heute ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der kanadische Bergsteiger und Filmemacher Elia Saikaly berichtet auf Facebook über einen Zwischenfall im Khumbu-Eisbruch, bei dem heute morgen Ortszeit ein Bergsteiger verletzt wurde. „Zum Glück wird die verletzte Person wieder gesund. Es war eine abgestimmte Aktion vieler, um den Verletzten mit dem Hubschrauber an einer langen Leine aus dem oberen Bereich des Eisfalls zu evakuieren“, schreibt Elia. „In diesem Jahr gibt es einige unglaublich exponierte Stellen im Eisbruch, dies ist eine davon.“