Schwere Lawinenunglücke in Nepal und Südtirol

Gipfel des Yalung Ri (2016)
Bei einer Lawine am Yalung Ri in Nepal starben sieben Menschen

„Die Natur ist unberechenbar und wird immer unberechenbarer“, sagte Bergsteiger-Legende Reinhold Messner dem Südtiroler Internet-Portal „altoadige.it“: „Es hat sich radikal verändert und ist auch aufgrund des Klimawandels, der zu einem Anstieg der Temperaturen geführt hat, gefährlicher geworden, wodurch die Berge und Gletscher viel fragiler und instabiler geworden sind.“

In den vergangenen Tagen hatte es sowohl in den Alpen als auch im Himalaya Lawinen mit zahlreichen Todesopfern gegeben.

Fünf Tote an der Vertainspitze

Am vergangenen Samstag (1. November) wurden fünf deutsche Bergsteiger beim Aufstieg zur 3.545 Meter hohen Vertainspitze im Ortler-Gebirge in Südtirol von einer Lawine erfasst und konnten nur noch tot geborgen werden. Nach Angaben der Bergrettung hatte keine besonders große Lawinengefahr geherrscht: Warnstufe zwei von fünf.

Vertainspitze (2017)
An der Vertainspitze wurde eine Lawine fünf deutschen Bergsteigern zum Verhängnis

Sieben Menschen sterben am Yalung Ri

Am Montag ereignete sich im Osten Nepals im Himalaya eine weitere Tragödie. Am 5630 Meter hohen Yalung Ri im Rolwaling-Tal starben in einer Lawine sieben Menschen.

Butterlampen_Gebetsmuehlen
R.I.P.

Bei den Opfern handelte es sich um drei Italiener, zwei Nepalesen, einen Franzosen und einen Deutschen. Sie waren zum Zeitpunkt des Unglücks teilweise auf dem Berg unterwegs, teilweise wurden sie auf dem Zeltplatz in 4800 Metern Höhe verschüttet. Fünf Menschen konnten sich vor den Schneemassen retten.

Der Yalung Ri, rund 40 Kilometer Luftlinie westlich des Mount Everest gelegen, gilt als leicht zu besteigender sogenannter „Trekkingberg“.

Zwei Bergsteiger am Panbari Himal tot aufgefunden

In der vergangenen Woche waren nach heftigen Schneefällen am selten bestiegenen 6887 Meter hohen Panbari Himal, nahe dem Achttausender Manaslu im Westen Nepals, zwei italienische Bergsteiger ums Leben gekommen. Ihr Teamkollege, der wegen einer Fußverletzung im Basislager geblieben war, hatte Alarm geschlagen, nachdem sein Kontakt zu den beiden abgerissen war. Ein Rettungsteam fanden sie tot in ihrem Zelt auf rund 5250 Metern.

P.S. Bitte wundert euch nicht, dass ich erst jetzt über die Unglücke berichte. Wegen eines Trauerfalls war ich anderweitig gefordert.

5 Antworten auf „Schwere Lawinenunglücke in Nepal und Südtirol“

    1. … die Erklärung steht im P.S. Wer dafür kein Verständnis hat, dem kann ich auch nicht helfen.

  1. Danke Stefan, dass du hier immer so fleißig informierst. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, machst du das seit ein paar Jahren ja nicht mehr hauptberuflich, sondern eher als Hobby/Ehrenamt. Echt ein tolles Engagement! LG von einem dankbaren Dauer-Leser 🙂

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