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Gipfelerfolg vom Broad Peak gemeldet

Broad Peak (im Jahr 2004)
Broad Peak (im Jahr 2004)

Das pakistanische Fixseilteam des Expeditionsveranstalters Karakorum Expeditions hat gestern um 22 Uhr Ortszeit den 8051 Meter hohen Gipfel des Broad Peak erreicht – über eine nach eigenen Angaben neue Routenvariation im oberen Bereich des Achttausenders. „Die Route ist komplex, aber wunderschön“, gab Ahmad Baig per Funk ins Basislager durch. „Wir haben einen neuen Korridor eröffnet. Das ist für alle pakistanischen Bergsteiger und für alle, die an uns geglaubt haben.“

Direkterer Weg zum Gipfel

Expeditionsleiter Mirza Ali habe den im Vergleich zur Normalroute direkteren Weg Richtung Gipfel ausgekundschaftet, hieß es. Nach ersten Informationen führt die Routenvariante oberhalb von Lager 3 (7100 Meter) durch die Westwand zum sogenannten „Rocky Summit“, dem mit 8028 Metern etwas niedrigeren Vorgipfel. In diesem Bereich hatte 1994 bereits der Mexikaner Carlos Carsolio eine Variante eröffnet.

Pakistanisches Team im Aufstieg
Pakistanisches Team im Aufstieg

Ahmand Baig, Rizwan Dad, Waqar Ali, Mansoor Karim, Nawaz Ali Khan sowie der Argentinier Juan Pablo Toro hätten den Gipfel erreicht, Mirza Ali und Zaman Karim den „Rocky Summit“.

Zweiter Gipfelversuch am Gasherbrum II

Am nicht weit vom Broad Peak entfernten Achttausender Gasherbrum II scheiterte am Samstag ein erster Gipfelversuch – „aufgrund tiefen Schnees und weil nicht ausreichend Seile verfügbar waren“, wie Mingma Gyalje Sherpa, Chef des Expeditionsveranstalters „Imagine Nepal“ mitteilte. Am morgigen Dienstag soll es einen zweiten Versuch geben, gemeinsam mit dem Team des Anbieters „Elite Exped“ von Nirmal Purja.

Update 21. Juli: Nach Angaben von Imagine Nepal hat ein sechsköpfiges Team des Veranstalters heute den Gipfel des Gasherbrum II erreicht.

Update 22. Juli: Karakorum Expeditions hat weitere Details zu der Routenvariante veröffentlicht. Sie führe direkt zum Hauptgipfel, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters: „Die ‚Mirza Ali Legacy Route‘ ist kürzer, direkter und deutlich sicherer, wodurch die Gefahr durch Steinschlag und Lawinen erheblich verringert wird. Mit der neuen Variante können Bergsteiger den Gipfel vom Lager 3 aus in etwa 7 bis 8 Stunden erreichen, während der Abstieg zurück zum Lager 3 unter normalen Bedingungen in 2 bis 3 Stunden bewältigt werden kann.“

Nach ersten Berichten hatte es ausgesehen, als führe die Route zum etwas niedrigeren Vorgipfel, dem sogenannten „Rocky Summit“.

Ein Kommentar

  1. Der Rocky Summit ist m.E. der Vorgipfel nach der Steilstufe. Der tatsächliche Gipfel ist ca 40 m höher und vom Rocky Summit je nach Geschwindigkeit 1 Std. entfernt.
    Zumindest war es 2002 so.

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