Es hat lange gedauert, jetzt ist es so weit. Heute wurden vom K2, dem im Karakorum in Pakistan gelegenen zweithöchsten Berg der Erde, die ersten gut zwei Dutzend Gipfelerfolge der Sommersaison Saison gemeldet. Der nepalesische Expeditionsveranstalter Imagine Nepal stellte mit 15 Mitgliedern am Gipfel die größte Gruppe.
Angeführt wurde das Team von Mingma Gyalje Sherpa, dem Chef des Unternehmens. Für ihn war es der sechste K2-Gipfelerfolg. Mingma und Imagine Nepal hatten die Aufgabe übernommen, die Fixseile bis zum höchsten Punkt auf 8611 Metern zu legen.
Dank an Fixseil-Team
Seven Summits Treks und 14 Peaks Expeditions, ebenfalls Anbieter aus Nepal bedankten sich bei Mingmas Fixseil-Team und verkündeten, dass aus ihrem gemeinsamen Team zehn Mitglieder den Gipfel erreicht hätten. Der Nepalese Pasang Tenje Sherpa und der Kirgise Eduard Kubatov hätten bei ihrem Aufstieg auf Flaschensauerstoff verzichtet.

Karrar Haidri vom Pakistanischen Bergsteigerverband ließ wissen, dass auch zwei Bergsteiger aus dem Team des pakistanischen Veranstalters Masherbrum Expedition den K2 bestiegen hätten.
Die Teams hatten rund zwei Monate auf ihre Gipfelchance warten müssen. Zunächst hatte Steinschlag infolge hoher Temperaturen Aufstiege verhindert, später hohe Lawinengefahr oder starke Winde. Einige Expeditionsteams waren vorzeitig abgereist.
Update 13. August: Weitere 14 Bergsteigerinnen und Bergsteiger erreichten nach Angaben ihrer Veranstalter am 11. August den Gipfel des K2. Der nepalesische Anbieter Alpinist Climber Expedition vermeldete neun Gipfelerfolge. Die Slowakin Lenka Polackova und Leów Kah Shin seien ohne Flaschensauerstoff aufgestiegen. Der britische Veranstalter Elite Exped informierte, dass fünf seiner Teammitglieder den höchsten Punkt erreicht hätten. Damit erhöhte sich die Zahl derer, die am bislang einzigen K2-Gipfeltag in diesem Sommer ganz oben waren, auf 41.


Es ist für mich mehr als fraglich, wenn ehemals sehr schwierig zu besteigende Berge durch Fixseile zum Klettersteig degradiert werden und dadurch wenig erfahrene Personen die Möglichkeit erhalten, einen vielleicht namhaften Berg „zu besteigen“. Diese Leute brauchen nichts anderes als eine riesen Kondition und Höhenanpassung. Kletterische Fähigkeiten spielen – gemessen an der eigentlichen Anforderung – nur eine untergeordnete Rolle. Hat das mit Bergsteigen was zu tun? Ich verneine dies entschieden.
Das von mir verurteilte Versichern mit Fixseilen hat aber nichts damit zu tun, wenn in früheren Jahren die Fixseile für die Nachschubwege oder als Rückzugsversicherung für das Pendeln von einem zum anderen Hochlager notwendig waren.
Aber ein Berg von unten bis oben mit Seilen zu versehen, nur um wenig erfahrenen „Bergsteigern“ eine Besteigung zu ermöglichen, ist für mich eine Vergewaltigung des Berges. Dass dabei kommerzielle Aspekte eine große Rolle spielen, ist mir völlig klar.
Wäre aber nicht so, wenn nur solche Leute dort unterwegs wären, die es auch drauf haben.
Eigentlich haben diese „Möchte Gerne Höhenbergsteiger“ nur Verachtung verdient!