Pakistan: Wenn ein Leichnam vom Berg geholt werden soll

Der Sechstausender Laila Peak im Karakorum
Der Sechstausender Laila Peak im Karakorum

Nach dem tragischen Tod der deutschen Bergsteigerin Laura Dahlmeier am 6096 Meter hohen Laila Peak im Karakorum in Pakistan fragen sich viele: Sollte man den Körper der Verstorbenen doch noch bergen? Oder ihren letzten Willen respektieren?

Laura hatte in ihrem Testament geschrieben, dass ihr Leichnam am Berg verbleiben solle, wenn andere ihr Leben riskieren müssten, um den Körper zu bergen.

Genau das war unmittelbar nach Dahlmeiers Tod der Fall: Der Steinschlag, der Laura auf rund 5700 Metern das Leben gekostet hatte, dauerte an und hätte auch für die Mitglieder eines Bergungsteams eine möglicherweise tödliche Gefahr bedeutet.

Und wenn sich die Verhältnisse am Berg bessern? Auch dann bleibe es ein gefährliches Unterfangen, antwortet mir Dan Stretch von der US-Organisation Global Rescue.

Ethisch komplexe Frage

„Die Bergung von Leichen aus großer Höhe ist mit extremen Risiken verbunden, darunter Lawinen, Steinschlag und starke Witterungseinflüsse. Oftmals wird diese Last lokalen Mitarbeitern aufgebürdet“, sagt Dan. „Das ist eine ethisch komplexe Frage – wir respektieren zwar den Wunsch der Familien, ihre Angehörigen nach Hause zu holen, müssen jedoch der Rettung von Menschenleben Vorrang einräumen.“

Ein Global-Rescue-Mitarbeiter verlässt den Helikopter in den Bergen Nepals
Global-Rescue-Einsatz in Nepal

Stretch ist Rettungssanitäter und leitender Manager für medizinische Einsätze bei Global Rescue. Er hat Hunderte von Evakuierungen und Kriseneinsätzen im Himalaya und anderen Hochgebirgen weltweit koordiniert. Global Rescue organisiert seit 2004 weltweit Rettungsaktionen für Reisende – auch im Himalaya und Karakorum.

Dazu muss man Mitglied von Global Rescue werden. Geht man auf eine Expedition zu den höchsten Bergen der Welt, empfiehlt es sich, zusätzlich ein „High-Altitude Evacuation Package“ abzuschließen, ein Versicherungspaket für Rettungen aus großer Höhe.

Keine Bergung bei Risiko für Rettungskräfte

Die Mitgliedschaft umfasse im Todesfall auch den Transport der sterblichen Überreste, teilt mir das Unternehmen mit: „Wenn ein Global-Rescue-Mitglied während einer Reise verstirbt, bringen wir seine sterblichen Überreste in die Leichenhalle des Heimatlandes, die das Mitglied ausgewählt hat.“

Über die Jahre habe Global Rescue auch zahlreiche Überführungen Verstorbener aus Pakistan in ihre Heimatländer koordiniert, sagt Dan: „Wir führen jedoch keine Bergungen durch, die ein Risiko für die Rettungskräfte darstellen würden.“

Nur selten Rettungen am langen Seil

In den Bergen des Karakorum kommt erschwerend hinzu, dass dort nur das pakistanische Militär Hubschrauber-Rettungsflüge ausführen darf. Grund: der seit Jahrzehnten andauernde Konflikts des Landes mit Indien um die Bergregion Kaschmir.

Rettung am langen Seil
Rettung am langen Seil

Eine professionelle Bergrettung wie in den Alpen oder mittlerweile auch am Mount Everest oder anderen viel besuchten Bergen Nepals existiert nicht. Es gab es zwar auch im Karakorum schon spektakuläre Hubschrauber-Rettungen am langen Seil. So wurde 2005 auf diese Weise der Slowene Tomas Humar aus 5900 Metern in der Rupalwand des Nanga Parbat geborgen oder auch 2018 der russische Bergsteiger Alexander Gukov aus 6200 Meter Höhe vom Nordgrat des Latok I geholt. Doch sind solche Aktionen an den höchsten Bergen Pakistans die absolute Ausnahme.

Meist fordert die Armee stattdessen bei Notrufen die Expeditionen auf, die Verunglückten erst ins Basislager herunterzubringen, um sie von dort auszufliegen. Das gilt umso mehr, wenn die Bergsteigerin oder der Bergsteiger das Unglück nicht überlebt hat und der Körper in großer Höhe am Berg liegt.

Kosten wie bei einer Expedition

Es könne sehr teuer werden, eine Leiche aus den Bergen Pakistans zu bergen, sagt Dan Stretch: „Möglicherweise mehrere hunderttausend Dollar. Diese Einsätze erfordern oft ein komplettes Expeditionsteam. Bergsteiger, Führer, Träger, Ausrüstung und Logistik, ähnlich wie bei einem Gipfelversuch.“

In einigen Fällen verzögere sich die Bergung bis zur folgenden Klettersaison, „wodurch erneut die Kosten für eine vollständige Expedition mit 10 bis 20 Teammitgliedern anfallen“, so der Manager von Global Rescue. „Wenn Hubschrauber für die Suche oder Bergung eingesetzt werden, können die Kosten weiter steigen und manchmal allein für den Flugbetrieb sechsstellige Summen erreichen.“

Toten Bruder aus über 8000 Meter Höhe geholt

Der Bergführer Georg Krohntaler aus Kufstein in Österreich musste 2007 insgesamt rund 110.000 Euro aufbringen, um den Körper seines ein Jahr zuvor am Broad Peak tödlich verunglückten Bruders Markus aus über 8000 Meter Höhe zu bergen. Zusammen mit zwei anderen Bergführern aus Tirol und sechs pakistanischen Hochträgern gelang es Georg, seinen toten Bruder vom Berg und nach Hause zu bringen.

Gedenkstelle für die Toten vom K2, im Hintergrund der Broad Peak (2004)

„Vielleicht wäre es sogar einfacher, jemanden vom K2 herunterzuholen als vom Broad Peak. Je steiler, umso einfacher ist es. Da muss man den Bergesack nur hinunterlassen“, sagte Georg Kronthaler 2023 der österreichischen Zeitung „Der Standard„. „Schwierig sind Quergänge und Gegenanstiege. Auf dem Broad Peak hatten wir etliche Quergänge, da war es enorm anstrengend, den Sack mit meinem Bruder zu halten.“

Retter verzichteten auf Bezahlung

Im Sommer 2024 gab es eine ähnliche Bergungsaktion am K2. Fünf pakistanische Bergsteiger brachten den Leichnam ihres Landsmanns Muhammad Hassan Shigri aus einer Höhe von rund 8200 Metern ins Basislager. Sein Tod ein Jahr zuvor hatte weltweit Schlagzeilen gemacht, weil Dutzende von Bergsteigerinnen und Bergsteigern auf ihrem Weg zum Gipfel an dem Sterbenden vorbeigegangen waren, ohne zu helfen.

Der K2, der zweithöchste Berg der Erde (im Sommer 2004)
Der K2, der zweithöchste Berg der Erde (im Sommer 2004)

„Wir haben keine Mittel für diese Mission zur Verfügung“, schrieb die pakistanische Bergsteigerin Naila Kiani, die vom K2-Basislager aus die Bergung Shigris koordinierte, vor gut einem Jahr auf Instagram. „Daher bitten wir Unternehmen und Privatpersonen, die bereit sind, diese humanitäre Aktion zu finanzieren, um ihre Unterstützung. Alle Mittel werden für die Gehälter der Bergsteiger und die Logistikkosten verwendet.“

Am Ende gelang es Naila und ihrem pakistanischen Team, die Kosten auf ein Drittel der ursprünglich kalkulierten Summe zu drücken. Viele der an der Bergung Beteiligten hatten darauf verzichtet, bezahlt zu werden.

46 Antworten auf „Pakistan: Wenn ein Leichnam vom Berg geholt werden soll“

    1. Gönnt Laure die Ruhe in ihren geliebten Bergen !!
      Sie.wollte Es so.u.nun muß man ihren letzten Willen respektieren !!
      Sie ist über die Regenbogenbrücke🌈gegangen u.fährt nun im Himmel Biathlon .

      1. Laura Dahlmeier hat ALLES bis auf das letzte I-Tüpfelchen „berechnet“, um an Ihrem Berg, dem Laila Peack, ruhen zu dürfen. Sie wusste schon vor ihrem Aufstieg, daß sie ihren Lieblingsberg nicht mehr verlassen wird – und zwar so, daß auch ihre Begleitung ohne Schaden den Berg verlassen hat.
        Gewährt LAURA DAHLMEIER bitte ihren letzten Wunsch! Sie ist jetzt da, wo sie glücklicher ist, als sie es auf unserer Erde war, nämlich bei der GROSSEN LIEBE 💘 IHRES LEBENS!

        1. Sie schreiben hier gerade, dass Laura Dahlmeier ihren Tod geplant hätte. Wie kommen Sie darauf? Kannten Sie sie? Sie war nicht Lebensmüde, hätte sicherlich gerne noch weitere Berge bestiegen oder nochmal den gleichen Berg, aber dann bis zum Gipfel. Und wie hätte sie wohl vom Steinschlag wissen sollen? Sie schreiben hier einfach irgendein Hirngespinnst, als ob sie mit Frau Dahlmeier vertraut gewesen wären. Das ist richtig kriminell! Sowohl Laura Dahlmeier, als auch ihrer Familie gegenüber!

          1. Sie war sich ihrer Gefahr sehr bewusst und hat alles bis, vielleicht auch zum bitteren tragischem Ende bedacht, obwohl sie gestärkt mit Ehrgeiz, Können und Selbstvertrauen in die Berge ging.
            Es steht ihnen nicht zu, andere für ihre Sichtweise zu kritisieren, das finde ich nicht anständig. Jeder macht sich auf seine Weise Gedanken.
            Wer weiß denn schon warum sie auch den Tod bedacht hat. Vorahnung, Vorsorge? Sie wissen es auch nicht und kannten sie ebenfalls persönlich nicht. Liebe Laura, Ruhe in Frieden. Dein Schicksal berührt mich und macht mich sehr traurig. Ich kann nicht sagen, was richtig oder falsch ist für deine Bergung. Beides? Man muss schon bedenken wo hören die Rechte deiner Lieben auf und wo fangen die Rechte der Bergretter an! Dein letzter Wille hat es entschieden und doch bleibt es für viele eine sehr schwere Bürde.

        2. Ich denke sie hat es nicht so geplant wie sie schreiben, sondern hat es in ihre Überlegungen mit einbezogen. Dafür war sie zu sehr mit den Bergen verbunden. Wie kommen Sie auf solche absurden Gedanken.?????

          E R S C H R E C K E N D.
          Ihr Wunsch war eindeutig, daß sie nicht geborgen werden möchte, wenn eine Bergung für den anderen lebensgefährlich ist.

        3. Woher weißt du, dass Laura vor der Besteigung von ihrem Tod wusste?
          Das ist eine dumme, unzulässige Spekulation!
          Hör auf solchen Unsinn in die Welt zusetzen!

    2. auf jeden Fall respektieren! dieser Mensch wollte das so, nun ist er dort, wo er am liebsten war, am Berg, für immer!

    3. Ich denke genauso.Der Wunsch von Laura sollte respektiert werden,unbedingt. Denn die Seelen ,finden dann ihre Ruhe,bei den Toten wie bei den noch lebenden Angehörigen. Liebe Laura,
      Ruhe in Frieden

    4. Einerseits soll man jedes Blattl Klopapier mitnehmen, und andererseits lässt man ganze Menschen und ihre komplette Ausrüstung liegen und vermüllt damit die Umwelt.

    5. Laura soll geborgen werden, es ist auch un hygienisch für die Umwelt, wenn da so ein Leichnam liegt .Das sind wir ihr schuldig.

  1. Die Wahrheit in den Bergen sieht leider sehr viel anders aus! Allein der Mount Everest ist gepflastert, von Toten Bergsteigern, die teilweise über Jahrzehnte dort liegen. Die Alpinisten steigen zum Teil über sie. Man kann vom weitem nicht unterscheiden, ob der jetzt nur da liegt oder sitzt, oder bereits tot ist. Zusammenfassend gesagt, finde ich diese Tatsache sehr erschreckend, dass diese Routen mit Leichen bedeckt sind. Weshalb ich der Meinung bin, dass man sie bergen sollte. So auch im Fall Laura Dahlmeier. Jedoch sind diese Bergungen größtenteils sehr schwierig und teuer. Oftmals ist es so, dass ein Helikopter in einer Höhe,von über 8000 Meter kaum noch zu steuern ist. Hinzu kommt noch, dass ab einer Höhe von 5000,- Meter die Luft sehr dünn wird. Die sogenannte Todeszone beginnt bei einer Höhe von ca. 8000 Meter.Ein Aufstieg mit einem Sauerstoffgerät ist deshalb dringend anzuraten! Ein weiteres Problem stellen die Basislager dar. Sie sind mit zig Tonnen Müll, Exkremente und zurückgelassener Ausrüstung verunreinigt. Zwar gibt es Personal ( Sherpas ) die diese Hinterlassenschaften beseitigen, jedoch stoßen auch sie an ihre Grenzen. So ein Aufstieg in diese Berge ist kein Spaziergang und mit jahrelangen Training verbunden. Die Kosten, für die spezielle Ausrüstung und die damit verbundenen Genehmigungen sind sehr hoch und es gibt keine Garantie, lebend von dem Expeditionen zurück zu kehren. Dieser Sport ist ein absoluter Extremsport und sicher nichts für Anfänger!

    1. Ich finde man sollte es respektieren auch wenn es schwer fällt. Ist schon traurig was passiert ist sie soll in frieden ruhen.🌈🌈🕸

  2. Meine persönliche Meinung: es ist sehr schwer das Richtige zu tun……Einerseits das extreme Risiko, erneut Menschenleben zu riskieren und auf der anderen Seite, die Hinterbliebenen die eine Anlaufstelle bräuchten. Auch die weiteren Bergsteiger die evtl. an Lauras Leichnam vorbei müssen……..schreckliche Vorstellungen in jeglicher Beziehung.
    Der Medienrummel sollte endlich aufhören und die Eltern mögen für sich die richtige Entscheidung treffen 🙏🕯

  3. Hier endlich mal eine gute und verständliche Erklärung und Beschreibung von einem Berg Journalisten, über die Komplexität einer Bergrettung aus großen Höhen.
    Ein großes Lob dafür und vielen Dank, hier einmal ein solch umfassendes Ereignis einer Bergrettung klar und verständlich dargelegt zu haben.
    Ungeachtet der Kosten für eine solche Mission ist es dennoch für eine Mutter ein unsterblicher Schmerz, ein geliebtes Kind fernab der Heimat im .ewigen Eis begraben zu sehen, in einer lebensfeindlichen Umgebung und damit ohne Chance, dem Kindesleichnam emotional jemals Nahe sein zu können.

  4. Es ist nicht in Worte zu fassen was da passiert ist.Sie reist in die Sportwelt ein riesiges Loch.Ich kannte sie nicht persönlich..Sie war ein außergewöhnlicher Mensch.und trotzdem glaube ich das man Laura Bergen sollte.Sie verdient ein Staatsbegräbnis.Hat es einfach verdient.Hat für Deutschland viel getan auch um sie in Würde zu verabschieden auch wenn das ihr Wunsch war.

    1. Ein Staatsbegräbnis? Gilt das für jeden Sportler? Was hat sie für das Land getan? Den dritten Weltkrieg verhindert?

      1. Einfach nur respektlos.
        Sie war eine große Sportlerin und hat viel für den Wintersport getan.
        Du solltest dich schämen.
        Ruhe in Frieden Laura.

      2. was ist das für eine Aussage. Laura war eine großartige Biathletin. Auf solche Kommentare kann man gerne verzichten.

  5. Respektvoll ,auch mit den Wünschen der Bergsteiger umgehen!!Wie schon Bergfreunde von Laura sich geäußert haben!!!Laßt Sie ALLE in Frieden ruhen!! !

  6. Wer weiss denn,ob laura wirklich tot war?
    Ich habe da so meine zweifel!
    Wie kann man jemand für tot erklären,den
    Man nicht vor sich hat??
    schon merkwürdig!Sie hätte ja auch im
    Moment bewusstlos gewesen sein,daher
    konnte sie auf rufe nicht antworten.

  7. Wenn Laura eine eine Kamera bei sich hatte , wäre es gut sie zu bergen und sehen was auf der Kamera ist , somit kann man viele Lügen aufdecken die gemacht wurden , um sich wichtig zu machen . Ich bin sicher das es erstklassige Bergretter gibt die sie aufheben können und nach unten bringen . Man kann sie auch vor Ort beerdigen, dann hat man ihr den letzten Wunsch erfüllt , das auch anonym sein kann um Massentourismus zu vermeiden.

  8. Ich bin dafür Laura nach Hause zu holen.

    meine Frau hatte auch einen letzten Wunsch gehabt.
    Aber mit 34 und einen Sohn von 2 Jahren,konnte ich ihr diesen nicht realisieren.
    Bringt Laura zurück, wenn es passt!

    1. Ich lese jeden Tag, was die Medien schreiben, das ist schrecklich……
      Meine Meinung bringt die Laura nach Hause,auch für die Eltern das würde eine leichte Erleichterung, weil wenn die an die Bergen bleibt wer weiß was mit dem Körper passiert ,also ich als Mutter könnte Tag und Nacht keine Ruhe haben…….
      Wenn möglich machen Sie das🙏🙏🙏

    2. Man sollte in JEDEM Fall ihren Wunsch respektieren! Laura hat sich bewußt und im vollen Besitz ihrer Geisteskraft dafür entschieden. Und ihre Eltern, selbst Bergsteiger und Extremsportler, wußten garantiert um die Entscheidung ihrer Tochter. Also akzeptiert endlich den letzten Willen und hört auf zu spekulieren, auch und gerade der Angehörigen zuliebe!

  9. Menschliche Überreste, an ihrem ursprünglichen Fundort im Berg zu belassen. Dies würde es zukünftigen Archäologen ermöglichen, auch in 1000 Jahren noch bedeutende Entdeckungen zu machen – ähnlich wie wir heute den Ötzi bewundern können.
    Die Bewahrung dieser Stätten vor einer vollständigen Bergung oder Verlagerung trägt dazu bei, das kulturelle Erbe langfristig zu sichern und zukünftigen Generationen wertvolle Einblicke in unsere Geschichte zu ermöglichen.

  10. Aus gegebenem Anlass: Dies ist kein Ort, um verächtlich machende oder pietätlose Kommentare oder Beschimpfungen abzusetzen. Ich behalte mir vor, solche Kommentare zu bearbeiten oder nicht freizuschalten.

  11. Jeder Mensch ist ersetzbar, aber Laura Dahlmeier war für die Sportwelt etwas besonderes. Gott hat dieses Leid nicht verhindern können, aber er hat ihren Wunsch erfüllt dem Himmel nahe zu sein. Gott wird über Sie wachen, damit Ihre Seele zu ihm kommt. Wir alle müssen einmal gehen, jeder auf eine andere Weise. Es ist noch niemand da geblieben. Hauptsache Laura musste nicht leiden.

  12. Ich habe Laura 2019 persönlich in Antholz erlebt, sie war eine Kämpferin und so bescheiden. Sie hat die Berge geliebt und nach ihrer Sportkarriere Prüfungen als Ski und Bergführer gemacht. Sie hat alles akribisch geplant und nichts leichtsinnig unternommen. Der Steinschlag war ihr Schicksal und man sollte ihren letzten Willen akzeptieren und sie in ihren geliebten Bergen ruhen lassen.

    1. übertreibt es nicht ,es nervt nur noch
      Jeder weiß das bei allen Sportarten was passieren kann.
      Nur weil sie durch den Sport bekannt war wird so viel geschrieben. Wäre es einen von normal arbeitenden Personen passiert, hätte man nichts davon gehört.
      Es reicht nun.

  13. Ich denke Menschen die diesen Sport betreiben leben in ihrer eigenen Welt. Dabei fühlen und denken sie in anderen aber für sie selbst wichtigen Entscheidungen. Der Glaube alles für ihre Sicherheit getan zu haben ist eine Voraussetzung für ihr Verhalten am Berg. Die Zeit regelt alles weitere. Auch die Familie wird damit leben lernen.!!

  14. Wenn es rechtlich ok ist, würde ich Lauras Wunsch nachkommen. Ich wünsche mir auch, nach meinem Tod verbrannt und verstreut zu werden und habe das meinen Angehörigen gesagt, ich denke nicht, dass sie einfach darüber hinweg gehen und meinen Körper in der Erde bestatten, genauso sollte es bei ihr sein.

  15. Auch ich habe meinen Vater (42) im Monte Rosa Massiv verloren, er wurde unter einem Schneebrett verschüttet, zusammen mit seinem Bergkamerad (25). Ich war 10 Jahre alt. Sie konnten geborgen und nach D überführt werden. Getrauert habe ich immer, bis heute – in meinem Herzen, sein Grab vor Ort habe ich gar nicht so oft besucht, er war und ist mir in meinen Gedanken näher. Auch er war in seinen geliebten Bergen sehr, sehr glücklich. Meiner Meinung nach sollte man den Wunsch/ Wille von Laura Dahlmaier respektieren und sie am Laila Peak in Frieden ruhen lassen. Respekt vor einer solchen Verfügung! Das zeigt doch daß ihr das Risiko bewußt war. Was muss sie doch für ein toller Mensch gewesen sein. Ich jedenfalls werde noch oft an sie denken.

  16. Es ist als Außenstehender schwer, sich darüber eine Meinung zu bilden. Vielleicht sollte man das einfach lassen, die Entscheigung obliegt alleine den Eltern und Rettungsteams vor Ort. Es ist richtig, dass Laura Dahlmeier ihren letzten Willen, sie bei Gefahr am Berg zu lassen so selber verfasst hat. Ich habe nach dem Unglück jedoch ein sehr interessantes Interview mit Alix von Melle gelesen, selber Bergsteigerin, die mit ihrem Mann Luis Stitzinger alle Achttausender und mehr bestiegen hat. Luis Stitzinger kam 2023 auf einer Tour in Nepal ums Leben. Die beiden hatten einen ähnlichen letzten Willen formuliert. Stitzinger wurde aber in Nepal geborgen und Alix von Melle hatte Gelegenheit, in Ruhe Abschied zu nehmen und die letzten persönlichen Gegenstände ihres Mannes erhalten zu haben. Nach der Einäscherung konnte sie seine Asche auf einem Berg der Natur zurückgeben und ihren Frieden machen. Vielleicht wäre das auch für Laura Dahlmeiers Eltern eine tröstlich Lösung.

  17. Hallo, Frau Dahlmeier hat diesen Extremsport geliebt und war sich der Risiken bewusst. Sie hat Ihren letztn Willen verfügt und die Angehörigen tragen dies alles mit.
    Wer sind WIR, sagen zu wollen , was zu tun und zu lassen ist. Sie hat entschieden – und wir haben das zu akzeptieren – ohne wenn und aber…..

  18. Mich beschäftigt noch die Frage, wie Laura Dahlmeier jetzt in dem Berg „liegt“? Sie war doch sicherlich angeseilt. Das würde doch bedeuten, dass Ihr Leichnam an einem Seil an der Steilwand hängt? Oder ist sie auf einen Vorsprung gefallen und liegt jetzt dort? Falls sie an einem Seil hängt: Reißt das Seil nicht irgendwann? Das sind doch auch schlimme Bedingungen. Wäre in diesem Fall der Versuch einer Bergung bei guten Wetterbedingungen nicht besser? Natürlich nur, wenn dafür keiner sein Leben riskieren muss. Das sind meine Gedanken dazu.

  19. Auch mich hat das Schicksal von Laura sehr bewegt und als Mama einer gleichaltrigen Tochter und mit einer sehr Bergbegeisterten Familie sehe ich beide Seiten.
    Für mich wäre es schrecklich mein Kind dort tot am Berg zu wissen, aber der Wunsch von Laura sollte respektiert werden.
    Deshalb finde ich den Gedanken die Asche am Berg zu verstreuen einen sehr guten Mittelweg…..

  20. Wir sollten uns nicht anmaßen etwas zu beurteilen was richtig, oder falsch ist.
    Es ist eine schwierige Entscheidung der Angehörigen. Nur sie wissen, was ihrer Seele jetzt nur “ gut“ tun würde.

  21. Ich finde viele Kommentare verstörend. Der letzte Wille einer außerordentlichen Bergsteigerin soll auf alle Fälle respektiert werden. Als Extremsportlerin hat sie sich bestimmt oft mit dem Thema Tod beschäftigt und wusste genau wie zu verfahren ist. Herzliche Anteilnahme an Lauras Dahlmeiers Angehörige

  22. Vielleicht ist es so, daß Laura Dahlmeier bleiben möchte wo sie verunglückt ist, mann muß aber auch an die Eltern, Freunde, Geschwister denken, die sich nicht richtig verabschieden können, die immer daran denken müssen, was mit ihr da oben passiert, genau das wir ihnen keine Ruhe lassen

  23. Vielleicht verstehe ich das falsch, aber der Wunsch die Leiche nicht zu bergen wenn das nicht ohne Gefahr für das Leben anderer möglich ist, bedeutet für mich nicht zwingend, dass sie, im Falle ihres Todes, auf dem Berg bleiben wollte. Das sagt nur, dass sie nicht möchte, das andere gefährdet werden. Man kann das auch so verstehen, dass sie schon gerne heimgeholt werden möchte, wenn das gefahrlos möglich ist. Kann es sein, das manche die Geschichte mit diesem letzten Wunsch irgendwie romantisieren wollen ? Letztendlich wird es ihr aber jetzt egal sein. Selten hat mich der Tod eines für mich fremden Menschen so getroffen wie dieser. Ruhe in Frieden Laura, wo auch immer.

  24. wir haben unseren Sohn vor 1,5 Jahren verloren mit 35 Jahren.
    Für trauernde Eltern ist ist es, finde ich, egal ob dein Kind tot in den Bergen seiner grossen Liebe bleibt oder verbrannt in einer Urne oder der kalten unbarmherzigen Erde des Grabes.
    Wenn dein Kind stirbt, bekommst du *Lebenslänglich* .

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