Gipfelwelle am Manaslu rollt

Fixseilteam mit Muhammad Ali „Sadpara“ (r.)

Es ist angerichtet am „Herbst-Mode-Achttausender“ Manaslu. Nach Angaben des nepalesischen Expeditionsveranstalters „Seven Summit Treks“ erreichte heute ein fünfköpfiges Team den Gipfel auf 8163 Metern. Ngima Dorje Sherpa, Ngima Thenduk Sherpa, Tenji Chhumbi Sherpa, Namja Bhote sowie der Pakistaner Muhammad Ali „Sadpara“ hätten in dreitägiger „unermüdlicher Anstrengung“ die Fixseile bis zum höchsten Punkt gelegt. 

Nummer acht für Ali „Sadpara“

Für Muhammad Ali war es der achte Achttausender. Der 43-Jährige, 2016 einer der Winter-Erstbesteiger des Nanga Parbat, hat neben den fünf Achttausendern seines Heimatlandes Pakistan nun in Nepal den Lhotse, den Makalu und den Manaslu bestiegen. 

Stauwarnung

Schlange am Manaslu (2018)

Zahlreiche Bergsteiger stünden in den Startlöchern, um in den nächsten drei Tagen zum Gipfel des achthöchsten Bergs der Erde aufzusteigen, teilt „Seven Summit Treks“ mit. Die nepalesische Regierung hat für diese Herbst-Saison 260 Permits für den Manaslu an ausländische Bergsteiger ausgestellt. Zählt man die Sherpas zu ihrer Unterstützung hinzu, dürften leicht 400 Gipfelanwärter zusammenkommen. Menschenschlangen auf der Route sind wohl kaum zu vermeiden.

Nummer 13 für Nims?

Nach seinem gestrigen Gipfelerfolg am Cho Oyu in Tibet ist auch Nirmal „Nims“ Purja zurück im Manaslu-Basislager. Er hat sich angeblich den kommenden Donnerstag als Gipfeltag ausgeguckt. Es wäre der 13. Achttausender für den 36 Jahre alten Bergsteiger aus Nepal. Im Erfolgsfall, an dem kaum jemand zweifelt, fehlt Nims nur noch die Shishapangma, um sein „Project Possible“ – alle Achttausender in sieben Monaten – abzuschließen. Noch gibt es kein Signal der chinesisch-tibetischen Behörden, dass sie bereit sind, für Purja eine Ausnahme zu machen und die Shishapangma für einen Versuch zu öffnen. Eigentlich soll es in diesem Herbst keine Permits für den vollständig in Tibet gelegenen Achttausender geben. Hoffentlich drücken sie für Nims ein Auge zu.