K2 im Winter: Nepalesische Zusammenarbeit

Der 8611 Meter hohe K2 im Karakorum

Man kennt sich, man hilft sich – auch am K2, dem zweithöchsten Berg der Erde. „Wir haben heute die Fixseile bis zu der eisigen Passage unterhalb von Lager 3 gelegt“, berichtete Mingma Gyalje Sherpa über die sozialen Netzwerke. Er und seine Teamgefährten Dawa Tenzing und Kili Pemba Sherpa seien dabei auf ungefähr 7000 Meter Höhe von Nirmal „Nims“ Purja und Mingma Tenzi aus dem anderen nepalesischen Team unterstützt worden, so der 34-Jährige: „Danke an die nepalesischen Brüder und ihr nepalesisches Herz.“ Die beiden nepalesischen Seilschaften, angeführt von Mingma und Nims, waren am Sonntag aus dem Basislager aufgebrochen, um das ruhige Winterwetter der vergangenen Tage dafür zu nutzen, die Route über den Abruzzi-Sporn voranzutreiben.

Wind soll auffrischen

Lager 3 liegt auf rund 7200 Metern. Bei der Passage auf etwa 7000 Metern, an der sich die Nepalesen zusammenschlossen, dürfte es sich um die so genannte „Schwarze Pyramide“ handeln, eine der Schlüsselstellen der Route über den Südostgrat: 400 Meter steiler Fels und Eis, häufig mit gefährlichen Schneeablagerungen auf den Felsplatten.

Der Isländer John Snorri Sigurjonsson und das pakistanische Vater-Sohn-Duo Muhammad und Sajid Ali Sadpara – das dritte Team, das am Sonntag eingestiegen war – kehrten heute ins Basislager zurück, nachdem sie gestern Lager 2 auf 6700 Metern erreicht hatten. Für Donnerstag und Freitag sagen die Meteorologen stark auffrischende Winde am K2 voraus. Am Samstag sollen sie dann wieder nachlassen.