Tengkangpoche, Cholatse, Chobutse: Neue Routen im Everest-Gebiet

Der Tengkangpoche (von Thame aus gesehen), rechts der Nordostpfeiler

Den beiden britischen Topkletterern Tom Livingstone und Matt Glenn ist eine aufsehenerregende Erstbegehung im Khumbu gelungen. Nach Toms Worten eröffneten sie eine neue Route am Nordostpfeiler des 6487 Meter hohen Tengkangpoche. „Wir verbrachten sieben Tage auf der Route, die zu den kniffligeren Dingen gehört, die ich bisher gemacht habe“, schrieb der 30-Jährige auf Instagram.

„Hatte etwas von einer Schlacht“

Tom Livingstone (l.) und Matt Glenn auf dem Gipfel des Tengkangpoche

Es sei „hartes Klettern“ in Fels und Eis gewesen: „Oft wünschten wir uns leichteres Gelände, aber stattdessen fanden wir weitere Schlüsselstellen. Ich denke, diese Route war eine sehr anstrengende Erfahrung, sowohl mental als auch körperlich.“

Die beiden Kletterer nannten die 1400 Meter lange Mixed-Route „Massive Attack“ (massiver Angriff) – „es hatte etwas von einer Schlacht“, so Livingstone. An dem Pfeiler hatten sich bereits mehrfach Topkletterer die Zähne ausgebissen: So waren 2019 der Kanadier Quentin Roberts und der Finne Juho Knuutilla auf einer Höhe von knapp 6000 Metern umgekehrt.

Weiterem Piolet d’Or-Gewinner gelingt Erstbegehung

Der Chobutse im Rolwaling

Livingstone war 2019 zusammen mit den Slowenen Ales Cesen und Luka Strazar für ihre neue Route über die Nordseite des 7125 Meter hohen Latok 1 in Pakistan mit dem Piolet d’Or ausgezeichnet worden, dem „Oscar der Bergsteiger“.

Strazar gelang in der vergangenen Woche mit seinem Landsmann Nejc Marcic eine weitere Erstbegehung – gar ich nicht weit entfernt vom Tengkangpoche: im Rolwaling-Tal. Dort eröffneten die beiden Slowenen eine neue Route durch die Westwand des 6663 Meter hohen Chobutse.

Route den drei Vermissten gewidmet

Neue Route am Cholatse

Ebenfalls in der vergangenen Woche stieg ein fünfköpfiges französisches Team aus dem Expeditionskader des französischen Bergsteigerverbands FFCAM über einen neuen Weg auf der Nordseite des Cholatse auf den im Khumbu gelegenen Gipfel auf 6440 Metern. Anouk Felix Faure, Pauline Champon, Pierrick Fine, Pierrick Giffard und Stéphane Benoist tauften ihre Route „Brothers in Arms“ (Waffenbrüder) und widmeten sie ihren vermissten Freunden Thomas Arfi, Louis Pachoud und Gabriel Miloche.

Das Trio war – wie berichtet  – bei einem Versuch am nahe gelegenen 6017 Meter hohen Minbo Ider offenbar von einer Lawine verschüttet worden. Es besteht keine Hoffnung mehr, sie lebend zu bergen. Die Suche nach den drei Bergsteigern wurde vorläufig eingestellt.  

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