Tote im indischen Himalaya gesichtet

Nanda Devi

Es gibt so gut wie keine Hoffnung mehr, die seit Tagen im indischen Himalaya vermissten acht Bergsteiger noch lebend zu finden. Die indischen Behörden teilten mit, von einem Rettungshubschrauber aus seien auf einer Höhe von über 5000 Metern fünf Leichen entdeckt worden. Die Körper seien in einem Bereich gesichtet worden, in dem eine, wie es hieß, „riesige Lawine“ abgegangen sei. Man gehe davon aus, dass es sich um fünf der Vermissten handele und dass auch die übrigen drei Bergsteiger in der Gegend ums Leben gekommen seien.

Gruppe wollte auf noch unbestiegenen 6000er

R.I.P.

Die Gruppe, die von dem erfahrenen, 64 Jahre alten britischen Expeditionsleiter Martin Moran angeführt wurde, hatte sich auf den Weg zu einem noch unbestiegenen 6477 Meter hohen Berg gemacht, der nahe der Nanda Devi liegt, dem mit 7816 Metern zweithöchsten Berg Indiens. Vier im Basislager verbliebene Teammitglieder hatten am Freitag Alarm geschlagen, nachdem der Kontakt zu der Gruppe abgebrochen war. Zuletzt hatten sich die Bergsteiger – vier Briten, zwei Amerikaner, ein Australier, ein Inder – aus einem Lager auf rund 5400 Metern gemeldet.

Die indischen Behörden behaupteten, die Expedition habe lediglich ein Permit für die Besteigung der 7434 Meter hohen Nanda Devi East gehabt, nicht jedoch für den Sechstausender, an dem die Lawine abgegangen sei.

Update 5. Juni: Moran Mountains widerspricht der Darstellung der indischen Behörden. Das Permit der Expedition habe nicht nur für die Nanda Devi East gegolten, sondern auch für alle Berge in der direkten Umgebung des Basislagers, inklusive des 6477 Meter hohen Bergs, an dem sich die Gruppe versucht habe.

Eine Antwort auf „Tote im indischen Himalaya gesichtet“

  1. Hallo Stefan!

    habe erst jetzt deinen neuen blog „mitbekommen“, es freut mich sehr, dass du mit deiner kompetenz und leidenschaft weiterhin der bergsteigerszene und -welt treu bleibst!

    liebe grüße aus stratzing!

    churchy

Kommentare sind geschlossen.