Vorerst keine Flüge ins Everest-Gebiet

Namche Bazaar lebt vom Tourismus

Kaum ist Nepal offiziell wieder für Bergtouristen geöffnet, da gibt es schon die erste Einschränkung. Die Kommunalverwaltung des Khumbu untersagte heute bis auf Weiteres alle Flüge in die Region um den Mount Everest. Bergsteiger und Trekkingtouristen sollen vorerst nicht anreisen. Grund ist ein Corona-Fall in Namche Bazaar, dem Hauptort des Khumbu. Die Zeitung „The Himalayan Times“ berichtet, Teile von Namche seien wegen der bestätigten Infektion abgesperrt worden.

In den vergangenen Tagen waren die ersten ausländischen Bergsteiger und Trekkingtouristen in Kathmandu eingetroffen und hatten sich in die vorgeschriebene mindestens einwöchige Quarantäne in ihren Hotels begeben. Bei der Einreise hatten sie einen negativ ausgefallenen Corona-Test vorweisen müssen, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Am fünften Tag des Aufenthalts ist ein weiterer Test fällig. Erst wenn auch dieser negativ ausfällt, dürfen die Bergtouristen weiterreisen – frühestens sieben Tage nach der Ankunft in Nepal.

Ama Dablam muss warten

Der Sechstausender Ama Dablam im Everest-Gebiet

Unter jenen, die sich in Kathmandu aufhalten, sind einige bekannte Namen aus der Bergsteigerszene: der erfahrene Expeditionsleiter und zehnmalige Everest-Besteiger Garrett Madison aus den USA, der Brite Kenton Cool, der 14-mal auf dem höchsten Berg der Erde stand – und Scheich Mohammed bin Abdullah Al Thani. Der 38-Jährige ist ein Mitglied der Königsfamilie Katars. 2013 hatte er als erster Katarer den Mount Everest bestiegen, 2016 komplettierte er am Denali in Alaska seine Sammlung der Seven Summits, der höchsten Berge aller Kontinente. Madison, Cool und Scheich Al Thani haben dasselbe Ziel: die 6812 Meter hohe Ama Dablam nahe dem Everest. Sie können nur hoffen, dass die Sperrung des Khumbu für ausländische Touristen bald wieder aufgehoben wird.