Weg durch den Khumbu-Eisbruch am Mount Everest ist frei

Bartek Ziemski (r.) und Dawa Tenzing Sherpa an der Eisbarriere
Bartek Ziemski (r.) und Dawa Tenzing Sherpa an der Eisbarriere

„Das Tor zum Dach der Welt ist geöffnet“, jubelt der nepalesische Expeditionsveranstalter 14 Peaks Expedition in einem Post auf Facebook. Und auch andere kommerzielle Teams am Mount Everest bestätigen: Der Weg durch den Khumbu-Eisbruch hinauf nach Lager 2 auf 6400 Metern ist endlich frei.

Durchbruch gelang am Sonntag

In einer gemeinsamen Aktion der Icefall Doctors mit den Expeditionsveranstalters sei ein Weg vorbei an dem gefährlichen Hänge-Serac gefunden und mit Leitern und Fixseilen gesichert worden, heißt es. Der einsturzgefährdete Eisturm hatte die Arbeit der Icefall Doctors lange gestoppt und den Zeitplan der kommerziellen Teams durcheinandergebracht – bis die Regierung in Kathmandu die Reißleine gezogen und beide Parteien aufgefordert hatte, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Für den Durchbruch hatte am Sonntag ein sechsköpfiges Team gesorgt, das aus fünf nepalesischen Bergsteigern von drei Veranstaltern sowie dem Polen Bartek Ziemski bestanden hatte. Das Team unter Leitung des Anbieters Imagine Nepal hatte einen alternativen Weg nach Lager 1 gefunden und damit begonnen, ihn zu abzusichern.

Bislang 425 Everest-Permits

Das Tourismusministerium hat bisher (Stand 27. April) für 425 ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger Besteigungsgenehmigungen für den Everest ausgestellt. Hinzu kommen 111 Permits für den Achttausender-Nachbarn Lhotse und 42 für den 7861 Meter hohen Nuptse. Alle Kandidaten für diese drei Bergriesen beginnen ihre Aufstiege mit der Passage durch den Khumbu-Eisbruch.