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Mount Everest: Kommerzielle Teams sollen Icefall Doctors unterstützen

Icefall Doctors bei der Arbeit im Khumbu-Eisbruch
Icefall Doctors bei ihrer gefährlichen Arbeit im Khumbu-Eisbruch

Die schwierigen Bedingungen am Mount Everest haben jetzt sogar die nepalesische Regierung auf den Plan gerufen. Das Tourismusministerium erlaubte dem Verband der Expeditionsveranstalter Nepals (EOAN), „über ihre angeschlossenen Agenturen qualifiziertes Personal zu mobilisieren“, um die Icefall Doctors bei ihrer Arbeit im unteren Bereich der Route auf Everest, Lhotse und Nuptse zu unterstützen.

Gefährlicher Serac bedroht die Route

Hintergrund der ungewöhnlichen Intervention der Regierung ist, dass die Route vom Basislager bis Lager 2 auf 6400 Metern immer noch nicht freigegeben ist. Die Icefall Doctors hatten ihre Arbeit unterbrochen, weil sie abwarten wollten, bis ein fragiler Serac zusammenbricht, der über der Route hängt.

Icefall Doctor im Khumbu-Eisbruch

Nach Angaben von Tshering Tenzing Sherpa, Basecamp-Manager des Sagarmatha Pollution Control Committee (SPCC), ist ein Teil des Seracs inzwischen abgebrochen. Die Icefall Doctors erwarten, dass der Rast innerhalb weniger Tage kollabiert, sodass sie ihre Arbeit fortsetzen können.

Zeitplan hinkt hinterher

Das SPCC ist seit 1997 im Auftrag der Regierung Nepals normalerweise alleine für die Route durch den Khumbu-Eisbruch bis hinauf nach Lager 2 zuständig. Erst darüber, also oberhalb von 6400 Metern, sorgte bisher die EOAN dafür, dass eine ihrer Agenturen die Fixseile bis zum Gipfel verlegte. Nun sollen die beiden Organisationen nach dem Willen der Regierung die Kräfte bündeln, um schneller voranzukommen.

Erst wenn die Icefall Doctors grünes Licht geben, können die kommerziellen Teams ihre zahlenden Kunden mit deren Guides ins Western Cwm, das Tal oberhalb des Khumbu-Eisbruchs schicken, um sich dort weiter zu akklimatisieren.

Everest, Lhotse und Makalu (vom Gokyo Ri aus gesehen)
Drei 8000er auf einen Blick: Everest, Lhotse, Makalu (v.l.n.r.)

Normalerweise laufen diese sogenannten „Rotationen“ um diese Zeit bereits. Entsprechend nervös sind die Expeditionsveranstalter, dass ihnen die Zeit davon läuft und am Ende im Mai vielleicht nur ein einziges kurzes Schönwetter-Fenster für ihre Gipfelversuche bleibt. Die Folge wären wahrscheinlich Staus auf der Route bis hinauf zum höchsten Punkt auf 8849 Metern.

Bislang 410 Everest-Permits

Bis jetzt (Stand 23. April) hat das nepalesische Tourismusministerium 410 Everest-Besteigungsgenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger erteilt. In der Frühjahrssaison 2025 hatte die Regierung 468 Permits für den höchsten Berg der Erde erteilt. Die zweitmeisten Achttausender-Permits in der laufenden Saison fallen auf auf den Lhotse (86), dahinter folgen Makalu (54), Kangchendzönga (34) und Dhaulagiri (30).

Vereinzelte Gipfelerfolge am Makalu und Dhaulagiri

Vom Makalu und vom Dhaulagiri wurden heute einige wenige weitere Gipfelerfolge von Guides mit ihren Kunden gemeldet. An beiden Bergen hatten am vergangenen Wochenende die Fixseil-Teams die Route bis zu den Gipfeln gesichert.

Update 25. April: Nach ersten Berichten hat Domi Trastoy Diaz gestern den Dhaulagiri ohne Flaschensauerstoff bestiegen. Für Domi war es der achte Achttausender. Der 45 Jahre alte Bergsteiger aus Andorra habe sich beim Abstieg an einer Rettungsaktion für einen Sherpa beteiligt, der sich ein Bein gebrochen habe, heißt es.

Ein Kommentar

  1. Muss man denn unbedingt auf diesen blöden Berg steigen? Es gibt so viele andere die viel schöner und unkomplizierter zu erreichen sind .

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