Weiterer Gipfelvorstoß am Everest gescheitert

Blick Richtung Everest-Gipfel

Diesmal war auf rund 8000 Metern Endstation. Die Bergsteiger, die für die chinesische Expedition am Mount Everest die Fixseile über den Nordostgrat Richtung Gipfel legen, mussten heute umkehren. Tiefer Schnee und auch Steinschlag habe sie gestoppt, teilte ein Vertreter der chinesischen Bergsteiger-Behörde mit.

Das Team sei erschöpft gewesen und habe sich entschlossen, ins vorgeschobene Basislager auf 6500 Meter Höhe zurückzukehren. Die Nacht hatten die Bergsteiger in Lager 2 auf 7950 Metern verbracht.

Ausläufer des Zykons

Corona-Lockdown sorgt für klare Sicht: Everest ist von Kathmandu aus zu sehen

Eigentlich war geplant, den Gipfel am morgigen Freitag zu erreichen. Die Wetterprognosen versprachen zunächst ein kleines Schönwetterfenster mit wenig Wind. Doch dann erreichten die Ausläufer des Zyklons „Amphan“, der heute über Indien und Bangladesch wütete, den höchsten Berg der Erde und sorgte für Wind und Schneefall und damit erneut steigende Lawinengefahr.

Vor zehn Tagen hatte das Fixseil-Team – ebenfalls wegen schlechten Wetters – auf 8600 Metern umkehren müssen. Zu dem chinesischen Team, das als einziges in diesem Frühjahr ein Permit für den Mount Everest erhalten hatte, gehören neben zahlenden Kunden auch Landvermesser. Sie haben den Auftrag, die exakte Höhe des Everest zu bestimmen. Die Saison am höchsten Berg der Erde endet gewöhnlich Ende Mai, wenn sich der Monsun ankündigt. Viel Zeit bleibt also nicht mehr für einen Gipfelerfolg. 

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