Alex Txikon auf dem Gipfel der Ama Dablam

Alex Txikon

Der Everest kann kommen. Der Spanier Alex Txikon erreichte heute um 10.15 Uhr Ortszeit mit seinem Landsmann Jonatan Garcia und den Nepalesen Pasang Sherpa, Cheppal Sherpa und Kalden Sherpa den 6814 Meter hohen Gipfel der formschönen Ama Dablam (s. Video unten). „Es war ein harter Anstieg“, berichtete der 38-Jährige vom höchsten Punkt aus. „Der Wind hat uns auf dem ganzen Weg nach oben hart getroffen, aber hier sind wir, wir fünf ganz oben! Jetzt werden wir vorsichtig absteigen.“ Inzwischen sind die fünf Bergsteiger wieder wohlbehalten ins Basislager zurückgekehrt.

Txikons Winterbesteigung der Ama Dablam – die erste dieses Bergs gelang übrigens am 5. Dezember 1983 dem Südkoreaner Sun-Woo Nam – war gewissermaßen die Generalprobe für Alex‘ eigentliches Projekt. Nach seinen vergeblichen Anläufen in den Wintern 2017 und 2018 will er nun zum dritten Mal versuchen, den Mount Everest in der kalten Jahreszeit ohne Atemmaske zu besteigen. Txikon will über die Normalroute auf der nepalesischen Südseite des höchsten Bergs der Erde aufsteigen.

Kobusch im Everest-Basislager

Einen anderen Weg hat sich der deutsche Bergsteiger Jost Kobusch ausgesucht. Der 27-Jährige will über den Westgrat und das Hornbein-Couloir in der Everest-Nordwand den Gipfel auf 8850 Metern erreichen. Jost klettert solo und ohne Flaschensauerstoff. Nach einem Aufstieg auf den rund 6000 Meter hohen Lho La, bei dem er den Einstieg zum Westgrat erkundet hat, hält er sich aktuell wieder im Basislager auf.

Mingma Gyalje Sherpa und Co. zu Füßen des K2

K2

In Pakistan ist der nepalesische Expeditionsleiter Mingma Gyalje Sherpa mit seinem Team vor vier Tagen im K2-Basislager eingetroffen. Der 8611 Meter hohe K2, der zweithöchste Berg der Erde, ist der einzige der 14 Achttausender, der noch niemals im Winter bestiegen wurde. Am nahe gelegenen Achttausender Broad Peak haben sich Denis Urubko, Don Bowie und Lotta Hintsa bis auf eine Höhe von rund 6800 Meter hoch vorgearbeitet. Der Weg zum Gipfel sei noch nicht frei, ließ Denis gestern wissen. Ein Tag Arbeit auf 7000 Metern sei noch nötig.

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