Auch der zweite Manaslu-Gipfelversuch gescheitert

Manaslu-Basislager
Basislager am Manaslu

Wieder nichts. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen endete für das Team um den Spanier Alex Txikon am Achttausender Manaslu im Westen Nepals ein Gipfelversuch auf einer Höhe von etwa 7000 Metern. Wie schon am vergangenen Sonntag machte offenbar auch heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Txikon, sein spanischer Landsmann Inaki Alvarez und die Sherpas Chhepal, Gelum and Namja machten kehrt und stiegen ins Basislager zurück. „Die Vernunft hat uns dazu bewogen, auf 7050 Metern umzudrehen, als wir die Rampe in Richtung Lager 4 vor uns hatten“, sagt Alex. „Die Sicherheit des Teams steht über allem, und wenn wir bei diesem Wind weitergegangen wären, hätten wir es sicher nicht geschafft.“

Eher schlechtes Wetter vorhergesagt

Der Italiener Simone Moro war schon vorgestern ins Basislager zurückgekehrt, nachdem ihm der österreichische Meteorologe Karl Gabl mitgeteilt hatte, das Schönwetterfenster werde wahrscheinlich früher schließen als ursprünglich gedacht. Txikon und Co. waren dennoch weiter aufgestiegen – in der stillen Hoffnung, vielleicht noch an diesem Freitag den höchsten Punkt auf 8163 Metern erreichen zu können.

Ob es noch einen dritten Gipfelversuch geben wird, bleibt abzuwarten. Für die kommende Woche sieht es eher nicht nach einem stabilen Wetterfenster (ohne Schneefall, wenig Wind) aus, das einen neuerlichen Aufstieg zulassen würde. Am Sonntag kommender Woche endet der meteorologische Winter. „Jedes Mal sind wir näher dran“, gibt sich Alex Txikon kämpferisch. „Obwohl es stimmt, dass uns immer weniger Zeit bleibt, werden wir es wieder versuchen, wenn das Wetter besser wird.“

Update 22. Februar: Simone Moro wirft am Manaslu das Handtuch, zum dritten Mal im Winter nach 2015 und 2019. „Die Bedingungen am Berg und das Wetter haben mich auch in diesem Jahr dazu bewogen aufzugeben“, schreibt der Italiener auf Facebook. „Meine Grenzen und Fähigkeiten sind denen des Berges, dem ich in diesen drei Wintern begegnet bin, weit unterlegen. Dies zu akzeptieren, hat mir bisher erlaubt, meine Träume zu überleben und meinen Verstand über mein Herz siegen zu lassen.“ Alex Txikon hofft dagegen offenbar auf eine Chance für einen weiteren Gipfelversuch.

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