Gipfelerfolge am Dhaulagiri

Sergi Mingote am Dhaulagiri (in Lager 2)

„Ich habe den Gipfel erreicht!“, verkündete der Spanier Sergi Mingote heute via Twitter. Der Aufstieg von Lager 3 auf 7250 Metern bis zum höchsten Punkt des Dhaulagiri auf 8167 Metern habe 13 Stunden gedauert. „Das ist mein siebter Achttausender-Gipfel in nur 444 Tagen, ohne Einsatz von künstlichem Sauerstoff.“ 2018 hatte der 38-Jährige den Broad Peak, den K 2 und den Manaslu bestiegen, in diesem Jahr vor dem Dhaulagiri bereits den Lhotse, den Nanga Parbat und den Gasherbrum II. Sergi hat sich vorgenommen, alle 14 Achttausender innerhalb von 1000 Tagen ohne Atemmaske besteigen. Am Ende seines Projekts soll im Mai 2021 die Besteigung des Mount Everest stehen. 

Sanu Sherpa macht die 14 voll

Sanu Sherpa (auf dem Gasherbrum II)

Unter der wohl etwas mehr als einer Hand voll Bergsteigern, die heute trotz großer Schneemengen den Gipfel des Dhaulagiri erreichten, gehörten auch der Nepalese Sanu Sherpa und der Bulgare Atanas Skatov. Der 44 Jahre alte Sanu komplettierte seine Achttausender-Sammlung. Er ist damit nach den Brüdern Mingma und Chhang Dawa Sherpa der dritte nepalesische Bergsteiger, der auf den Gipfel der 14 höchsten Berge der Welt gestanden hat.

Zehnter Achttausender für Veganer Skatov

Atanas Skatov

Für Skatov war es der zehnte Achttausender. Der 41 Jahre alte Bulgare hatte 2017 als erster Veganer die Sammlung der Seven Summits komplettiert, der höchsten Berge aller Kontinente. Nun sammelt er die Achttausender. Den Mount Everest hat Atanas sowohl über die tibetische Nordseite (2014) als auch über die nepalesische Südseite aus bestiegen (2017), außerdem den Manaslu (2015), die Annapurna, den Makalu (beide 2016), den Lhotse (2017), den Cho Oyu (2018) sowie in diesem Jahr die vier Achttausender Kangchendzönga, Gasherbrum I, Gasherbrum II und jetzt den Dhaulagiri.

Update 4. Oktober: Nach Angaben des nepalesischen Expeditionsveranstalters Seven Summit Treks erreichten gestern auch der Brasilianer Moeses Fiamoncini, die Schweizerin Josette Valloton und der Nepalese Chhangba Sherpa den Gipfel des Dhaulagiri. Ebenfalls oben war nach eigenen Worten auch Juan Pablo Mohr. Es sei sein fünfter Achttausender-Erfolg ohne Flaschensauerstoff gewesen, schreibt der Chilene auf Instagram.

Update 8. Oktober: Moeses Fiamoncini berichtet, dass er entgegen erster Meldungen nicht den Gipfel erreicht habe. 50 Meter unterhalb des Gipfels sei er 20 Meter abgestürzt, so der Brasilianer. Sein Helm sei dabei zerbrochen, Daunenanzug, Handschuhe und Schuhe hätten sich mit Schnee gefüllt. Er sei beinahe an Unterkühlung gestorben. Für den Abstieg ins Basislager habe er drei Tage gebraucht, berichtet Moeses.

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4 Antworten auf „Gipfelerfolge am Dhaulagiri“

  1. Meines Wissens ist Gerlinde Kaltenbrunner wie der oben genannte Bergsteiger auch Veganerin seid langer Zeit, wahrscheinlich auch während ihrer Besteigungen der Achttausender? Also könnte man ihn den Titel streitig machen. Gerlinde benutzte aber trotzdem Dauneneinteiler und Schlafsack, einfach weil Primaloft o.ä. einfach schwerer ist bei der gleichen Wärmeleistung…

    1. Als ich 2005 mit Gerlinde und Ralf Dujmovits am Everest war, war sie noch keine Veganerin. Irgendwann danach hat sie ihre Ernährung umgestellt. Ich werde mal bei ihr nachfragen, ob sie sich bereits 2010 bei ihrem Erfolg am Everest vegan ernährt hat. Am K2 im Jahr 2012, als sie ihre Achttausender-Sammlung komplettierte, war es definitiv so.

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