Gipfelerfolge vom Manaslu vermeldet

Am späten Abend zum Gipfel

Die erste Gipfelwelle am 8163 Metern hohen Manaslu im Westen Nepals rollt. Nach Angaben des Expeditionsveranstalters Seven Summit Treks erreichten am späten Donnerstagabend sechs Sherpas, die für das Anbringen der Fixseile zuständig waren, den höchsten Punkt. Mehrere Dutzend Kunden kommerzieller Anbieter sollen sich auf dem Weg zum Gipfel befinden. Das Tourismusministerium in Kathmandu hatte nach eigenen Angaben für diesen Herbst 171 ausländischen Bergsteigern aus 17 Teams Permits für den Manaslu erteilt.

Immer weniger Besteigungen ohne Atemmaske

Der achthöchste Berg der Erde wurde bereits mehr als 2000 Mal bestiegen, etwa die Hälfte der Gipfelerfolge wurde in den vergangenen vier Jahren vermeldet. Bis 2009 war verhältnismäßig wenig Trubel am Manaslu, seitdem hat sich der Berg immer mehr zum kommerziellen „Herbstrenner“ entwickelt. Gleichzeitig sank nach Angaben der Chronik Himalayan Database der Anteil derer, die den Manaslu ohne Flaschensauerstoff versuchten.

Manaslu (l.)

Lag die Quote der Bergsteiger, die ohne Atemmaske den höchsten Punkt erreichten, seit der Erstbesteigung im Jahr 1956, die einem japanischen Team gelang, bis 2009 noch bei 69 Prozent (288 von 415 Gipfelerfolgen), sank sie zwischen 2010 und 2020 auf 23 Prozent (402 von 1728 Gipfelerfolgen. Im Corona-Herbst 2020 verzichtete niemand der 56 vermeldeten „Gipfelstürmer“ auf Flaschensauerstoff. Dabei gehört der Manaslu doch zu den niedrigeren Achttausendern, die durchaus „oben ohne“ bestiegen werden können. Doch irgendwie scheint das nicht mehr in den Zeitgeist zu passen.

Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne

Derweil hat die Regierung Nepals die Einreisebeschränkungen für vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte gelockert. Wer seit mindestens zwei Wochen vor der Einreise einen vollständigen Impfschutz hat, muss sich nicht in die bislang obligatorische zehntägige Hotelquarantäne begeben. Verpflichtend bleibt für alle ein negativ ausgefallener PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Mit der Lockerung für Geimpfte will die Regierung den von der Pandemie gebeutelten Tourismus ankurbeln.