Nepal: Keine Quarantäne für Touristen – nach negativ ausgefallenem Test bei Einreise

Im Khumbu (nahe Thame)

So langsam ist mir schwindlig von dem ständigen Hin und Her der nepalesischen Regierung in Sachen Quarantäne für Einreisende. Deshalb formuliere ich es vorsichtig: Offenbar scheint sich das Tourismusministerium jetzt auf eine Regelung geeinigt zu haben, die möglicherweise für längere Zeit Bestand haben könnte. Danach müssen sich Einreisende – sofern sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist – direkt nach der Ankunft in Nepal testen lassen.

„Kurzquarantäne“

In Patan im Kathmandu-Tal

Im Hotel in Kathmandu müssen sie anschließend auf das Ergebnis warten. Fällt dieser Test negativ aus, können sie sich frei in Nepal bewegen. Aus der bisher verpflichtenden einwöchigen Hotel-Quarantäne wird für Einreisende in diesem Fall also nur eine „Kurzquarantäne“. Die dürfte Bergsteigern und Trekkingtouristen kaum auffallen, gehören doch ein bis zwei Tage zu Beginn in Kathmandu in der Regel ohnehin zum Ablaufplan einer Expedition oder Trekkingreise.

Drei Teams an der Annapurna

„Wir erwarten, dass Bergsteiger und Trekker, die Expeditionen oder Reisen aufgrund der strengen Regeln verschoben haben, nach dieser Entscheidung nach Nepal kommen werden“, sagte Mira Acharya, Direktorin der nepalesischen Tourismusbehörde, der Nachrichtenagentur AFP.

Bis heute (26. März) hat das Ministerium nach eigenen Angaben Permits für sechs Expeditionsteams ausgestellt: für vier Bergsteiger, die den Nuptse (7861 Meter) besteigen wollen – das war das erste Permit der Frühjahrssaison – , für einen einzelnen Bergsteiger am Manaslu (8163 Meter) und drei Teams an der Annapurna (8091 Meter) mit insgesamt 40 Mitgliedern, davon 15 Bergsteigerinnen. Auch 16 Bergsteiger der Königlichen Garde Bahrains erhielten inzwischen als erste Everest-Expedition ihre Permits.