Erfolgreiche Rettungsaktion an der Annapurna

Wui Kin Chin (l.) am Gipfel der Annapurna

Aufatmen am Achttausender Annapurna. Wui Kin Chin aus Malaysia, der nach seiner Besteigung des 8091 Meter hohen Bergs am Dienstag vermisst wurde, lebt. Ein nepalesisches Rettungsteam fand den 49 Jahre alten Bergsteiger auf einer Höhe von 7500 Metern und bringt ihn nun weiter nach unten.  Ziel ist Lager 3 auf 6500 Metern. Von dort soll der Malaysier am morgigen Freitag mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.  

„Es geht ihm ganz gut“

Nirmal Purja vor dem Rettungseinsatz

Vom Helikopter aus war Wui Kin Chin am Morgen auf der Route entdeckt worden. Er hatte den Piloten zugewunken. Daraufhin waren Nirmal Purja (der sich vorgenommen hat, alle 14 Achttausender in sieben Monaten zu besteigen), Mingma David Sherpa, Galgen Sherpa und Gesman Tamang nach Lager 3 geflogen worden. Von dort stiegen sie bei starkem Wind auf. Mingma Sherpa, Chef des Veranstalters „Seven Summit Treks“,  sagte gegenüber „explorersweb.com“ , dem Bergsteiger aus Malaysia gehe es nach Aussage der Retter „ganz gut“. Er kann offenbar selbstständig absteigen.

Wui Kin Chin gehörte zu 32 Bergsteigern, die nach Angaben der Expeditionsveranstalter am Dienstag den höchsten Punkt der Annapurna erreicht hatten. Warum er beim Abstieg zurückblieb und zunächst offenbar niemand ihn vermisste, ist unklar. Der Anästhesist aus Malaysia hatte im Herbst 2017 den Achttausender Manaslu und im Frühjahr 2018 den Mount Everest bestiegen.

Update 26. April: Chin ist heute in ein Krankenhaus nach Kathmandu geflogen worden. Nach Angaben von Mingma Sherpa hat der Bergsteiger aus Malaysia schwere Erfrierungen an Händen und Beinen erlitten.