Erstbesteigung des 6000ers Adinesh Chuli – Gipfelerfolge am Cho Oyu

Benjamin Vedrines (l.) und Nicolas Jean auf dem Gipfel des Anidesh Chuli
Benjamin Vedrines (l.) und Nicolas Jean auf dem Gipfel des Anidesh Chuli

Die beiden französischen Bergsteiger Benjamin Vedrines und Nicolas Jean haben einen weißen Fleck auf der Landkarte der hohen Berge getilgt. Das starke Duo bestieg in einem Tag – im Alpinstil, also ohne Flaschensauerstoff, ohne feste Hochlager, ohne Fixseile und ohne Sherpa-Unterstützung – den 6808 Meter hohen Anidesh Chuli  im Osten Nepals, unweit des Achttausenders Kangchendzönga.

Weiter zur Jannu East Nordwand

Vedrines beschrieb auf Instagram die Route über den Nordgrat des überwiegend schnee- und eisbedeckten Bergs als „unberührte und wilde Linie“ und das mitgelieferte Video bestätigte seine Worte. Die Erstbesteigung soll nur die Ouvertüre der Expedition gewesen sein. Hauptziel der beiden Franzosen ist die noch undurchstiegene Nordwand des 7468 Meter hohen Jannu East, eines Nebengipfels des Jannu (7710 Meter). Die Wand gilt als eine der schwierigsten im Himalaya.

„Es wird Geduld, ein wenig Weisheit und dieses fragile Gleichgewicht erfordern, das manchmal ins Unbekannte führt“, so Benjamin.

Zwei Teams auf dem Gipfel des Cho Oyu

Das stabile Herbst-Wetter im Himalaya hat auch den kommerziellen Expeditionen in die Karten gespielt. Heute wurden auch vom Cho Oyu in Tibet die ersten Gipfelerfolge der Saison gemeldet. Teams der Veranstalter Furtenbach Adventures und Imagine Nepal erreichten den höchsten Punkt auf 8188 Metern. Zuvor hatte bereits am Manaslu im Westen Nepals mehr als 350 Menschen ganz oben auf 8163 Metern gestanden. Auch am nicht weit entfernten Dhaulagiri (8167 Meter) gab es ein Dutzend Gipfelerfolge.

Cho Oyu
Der Achttausender Cho Oyu in Tibet

Rückzieher von Asma al Thani und Elite Exped an der Shishapangma

Für den komplett in Tibet gelegenen Achttausender Shishapangma hatten die chinesisch-tibetischen Behörden für diesen Herbst zwei Sondergenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen ausgestellt – für Asma al Thani aus Katar und die Deutsche Anja Blacha. Die Teams der beiden sollten zusammenarbeiten.

Al Thani sagte jedoch kurz vor dem geplanten Aufbruch nach Tibet ab. Ihr Expeditionsveranstalter Elite Exped zog danach alle Ressourcen für den gemeinsam geplanten Aufstieg ab, sodass Blacha in die Röhre schaute. Die beiden Bergsteigerinnen haben je zwölf der 14 Achttausender bestiegen, Al Thani mit Atemmaske, Blacha ohne Flaschensauerstoff.

Asma fehlen Cho Oyu und Shishapangma in ihrer Achttausender-Sammlung, Anja nur noch Lhotse und Shishapangma. Blacha hatte im vergangenen Frühjahr den Everest ohne Atemmaske bestiegen – nach zuvor zwei Besteigungen des höchsten Bergs der Erde mit Flaschensauerstoff (2017 und 2021).

Update 2. Oktober: Zu denen, die gestern den Gipfel des Cho Oyu erreichten, gehörte auch Mingma Tenzi Sherpa. Der 41 Jahre alte Nepalese vervollständigte damit seine Achttausender-Sammlung. Mingma Tenzi ist – neben den Gründern Nirmal Purja und Mingma David Sherpa – einer der drei Direktoren des Veranstalters Elite Exped. Er gehörte auch zu dem zehnköpfigen nepalesischen Team, dem 2021 die erste Winterbesteigung des K2 gelang. Elfmal hat er bislang den Mount Everest bestiegen. – Vom Dhaulagiri wurden heute etwa ein Dutzend weitere Besteigungen gemeldet.

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