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Mount Everest: Fixseil-Team am Südsattel, Permit-Rekord

Mount Everest
Mount Everest (vor Sonnenaufgang, gesehen vom Gokyo Ri)

Die Normalroute auf der nepalesischen Südseite des Mount Everest ist bis zum Südsattel auf knapp 8000 Meter Höhe mit Fixseilen gesichert. Die dafür zuständigen zehn nepalesischen Bergsteiger erreichten am gestrigen Freitag um 19.15 Uhr Ortszeit den letzten Lagerplatz auf dem Weg zum 8849 Meter hohen Gipfel.

Heute folgten Dutzende weitere Sherpas kommerzieller Teams mit Material für den Südsattel. Bei aktuell relativ stabilem Wetter wird in der kommenden Woche mit dem ersten Everest-Gipfelerfolg der Saison gerechnet.

Fixseil-Team auf der Nordseite auf 8300 Metern

Auf der tibetischen Nordseite des Bergs ist die Normalroute nach Informationen, die ich von Mingma Sherpa erhielt, bis Lager 3 auf 8300 Metern gesichert. Der Direktor des nepalesischen Expeditionsveranstalters Climbalaya ist in China bestens vernetzt und stets gut informiert. Von Lager 3 aus muss das Fixseilteam noch fast den gesamten Nordostgrat bis zum Gipfel mit Fixseilen versehen.

Nordseite des Mount Everest
Tibetische Nordseite des Mount Everest (im Frühjahr 2005)

Für dieses Frühjahr hatten die chinesisch-tibetischen Behörden keine Besteigungsgenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger erteilt. Nur chinesische Staatsbürger dürfen über die Everest-Nordseite aufsteigen.

Mehr als sieben Millionen Dollar Permit-Einnahmen

Die Sperrung des Everest in Tibet für ausländische Expeditionen hat in Nepal zu einem neuen Permit-Rekord für den höchsten Berg der Erde geführt. Bis zum 8. Mai erteilte das Tourismusministerium 492 Everest-Besteigungsgenehmigungen für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger, so viele wie noch niemals zuvor.

Das beschert dem Himalaya-Staat Einnahmen von mehr als sieben Millionen Dollar alleine durch die Everest-Permits, die seit diesem Frühjahr 15.000 statt bisher 11.000 Dollar pro Person kosten.

Die meisten Everest-Aspirantinnen und -Aspiranten auf der Südseite kommen in diesem Jahr aus China (109), den USA (76) und Indien (61). Der bisherige Höchstwert aus dem Frühjahr 2023 hatte bei 478 Permits gelegen.

2 Kommentare

  1. Ein Wahnsinn soviele Genehmigugen , es muss doch möglich sein die Nepalesen anderweitig zu unterstützen , die Umwelt muss einem leidtun , hoffentlich wird der komplette Abfall ordnungsgemäß mitgenommen und dementsprechend entsorgt !

  2. @I.H. Man nennt den Berg nicht umsonst die höchste Müllkippe. Leider haben wir als Menschen sehr oft keinen Sinn für den Wert der Natur. Man sieht das überall auf der Welt auch dort, wo die Natur angeblich so geliebt wird.

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