Nepal gibt offizielles Startsignal für Bergsteiger-Saison im Herbst

Nepalesische Südseite des Everest
Nepalesische Südseite des Mount Everest

„Die Berge sind für die diesjährige Herbstsaison geöffnet“, sagte Mira Acharya, Direktorin der Tourismusabteilung in der nepalesischen Regierung. Von diesem Donnerstag an würden wieder Permits für 414 Berge Nepals ausgestellt, darunter auch für den Mount Everest, 75 Berge bleiben gesperrt. Am 13. März hatte die Regierung verkündet, dass sie wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Besteigungsgenehmigungen mehr erteilen werde. Die Frühjahrssaison war in Nepal komplett ausgefallen, auch auf der Südseite des Everest. Auf der Nordseite des Bergs hatten die chinesisch-tibetischen Behörden lediglich Permits für eine einzige chinesische Expedition ausgestellt, die Ende Mai auf den höchsten Gipfel der Erde gelangt war.

Restaurants und Hotels öffnen wieder

Nach gut vier Monaten Lockdown wegen der Corona-Pandemie dürfen seit heute auch wieder Hotels und Restaurants in Nepal öffnen – unter Sicherheitsvorkehrungen. „Wir haben uns entschlossen, unsere Pizzaöffen zu befeuern“, verkündet das „Rum Doodle„, eine seit Jahrzehnten bei Bergsteigern beliebte Bar in Kathmandu. „Ja, es ist gut, zurück zu sein.“

Noch keine Entscheidung über Quarantäne

Ankunft am Flughafen Kathmandu

Bis das Leben in Nepal wieder zur Normalität zurückgekehrt ist, wird es wahrscheinlich jedoch noch lange dauern. Vom 17. August an sollen auch wieder Flugzeuge in Nepal landen. Doch dass sofort wieder zahlreiche Touristen ins Land strömen, ist nicht zu erwarten. In vielen Ländern (auch Deutschland) steht Nepal weiterhin auf der Liste der Staaten, die man wegen der Corona-Pandemie aktuell meiden sollte.

Zudem gibt es – wie berichtet – noch viele ungeklärte Fragen, unter anderem die, welche Quarantänevorschriften für Einreisende aus anderen Ländern gelten sollen. „Die Modalitäten der Quarantäne werden immer noch diskutiert“, räumte Mira Acharja gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ein. „Deshalb sind wir auch nicht in der Lage, eine Prognose dafür abgeben, wie groß der Strom der Bergsteiger ins Land zu prognostizieren.“

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