Nirmal Purja: Es fehlen nur noch drei

Nims Purja (4.v.l.) und sein Project-Possible-Team (im K2-Basislager)

Auch Phase zwei seines „Project Possible“ ist jetzt erfolgreich abgeschlossen. Zwei Tage nach dem Gipfelerfolg am K 2 bestieg Nirmal, genannt „Nims“ Purja heute auch den 8051 Meter hohen Broad Peak. Innerhalb von rund drei Monaten stand der 36 Jahre alte Nepalese damit auf elf Achttausendern, innerhalb von gut drei Wochen auf allen fünf Achttausendern Pakistans – und das, obwohl er wegen Finanzierungsproblemen verspätet angereist war.

Nun fehlen Purja „nur“ noch die in Tibet gelegenen Achttausender Shishapangma und Cho Oyu sowie der Manaslu in Nepal, um wie geplant im Herbst sein Projekt zu vollenden: die 14 höchsten Berge der Welt innerhalb von nur sieben Monaten zu besteigen.

Sechs Achttausender in gut einem Monat

Purja auf dem Gipfel des Kangchendzönga

Im Frühjahr hatte Nims innerhalb von einem Monat und einem Tag die Gipfel von sechs Achttausendern in Nepal erreicht: Annapurna (23. April), Dhaulagiri (12. Mai), Kangchendzönga (15. Mai), Mount Everest (22. Mai), Lhotse (22. Mai) und Makalu (24. Mai). Die drei letztgenannten Gipfel hakte er innerhalb von 48 Stunden und 30 Minuten ab. Er stieg mit seinem Sherpa-Team mit Flaschensauerstoff über die Normalwege auf. Teilweise ließen sich die Bergsteiger per Helikopter zu den verschiedenen Basislagern fliegen. In Pakistan war dies nicht möglich. 

Bärenstark

Selbst jene, die über Nims‘ Besteigungsstil die Nase rümpfen, müssen einräumen, dass der frühere Soldat des britischen Gurkha-Regiments am Berg nicht nur schnell, sondern auch bärenstark ist. Das belegen vor allem seine Aufstiege am Dhaulagiri – bei schwierigen Verhältnissen gelang ihm und seinem Team der einzige Gipfelerfolg der Frühjahrssaison an diesem Berg – und am K 2, wo er und seine Begleiter im Gipfelbereich den Weg für mehr als 20 andere Bergsteiger bereiteten, die in ihrer Spur folgten. 

„Entschlossenheit und positive Einstellung“

Broad Peak

Und auch den Broad Peak bestieg Purja wie die Feuerwehr. Gerade mal neun Stunden Ruhe gönnte er sich im K2-Basislager. Dann ging es weiter zu Lager 1 am Broad Peak auf gut 6000 Metern und nach wenigen Stunden Rast in einem Zug bis zum Gipfel. Das geht nur, wenn jemand eine überaus starke Kondition hat – und einen Willen, der buchstäblich Berge versetzen kann. Nims beschrieb es mir vor seiner Abreise nach Pakistan so: „Was es möglich macht, ist das Ethos, nach dem ich lebe. Ich glaube fest daran, dass alles im Leben nur mit Entschlossenheit und einer positiven Einstellung möglich ist. Ich bin entschlossen und habe eine positive Einstellung.

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