Weitere Gipfelerfolge am Mount Everest – Anja Blacha oben

Nepalesische Südseite des Mount Everest

Fast auf den letzten Drücker in der Frühjahrssaison haben einige Teams heute noch den Gipfel des Mount Everest erreicht. „Mission erfüllt“, ließ Nirmal „Nims“ Purja wissen, Chef des Veranstalters Elite Expeditions. Außer dem 37-Jährigen selbst hätten sechs seiner Kunden und neun Sherpas den höchsten Punkt auf 8849 Metern erreicht. „Nachdem sie auf ein Wetterfenster warten mussten, das gut genug für den Gipfelvorstoß war, wurde ihre Geduld belohnt“, schrieb Purja. Alle seien wohlbehalten zum Südsattel auf knapp 8000 Metern zurückgekehrt. Neun Teammitglieder, inklusive Nims, wollen am Dienstag noch auf den benachbarten 8516 Meter hohen Lhotse steigen – übrigens wie am Everest mit Flaschensauerstoff.

Eigentlich wollten die „Icefall Doctors“ am Mount Everest bereits heute damit beginnen, die Leitern und Seile aus dem gefährlichen Khumbu-Eisbruch zu entfernen, der ersten Etappe auf der Route zum Gipfel. Doch wegen des schlechten Wetters in der vergangenen Woche gab es mit Erlaubnis der nepalesischen Regierung für diese Frühjahrssaison einen Nachschlag von drei Tagen.

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Anja Blacha nach Südpol-Expedition: „Andere Anforderungen als an 8000ern“

Anja Blacha am Südpol

57 Tage, 18 Stunden, 50 Minuten physische und psychische Anstrengung, Einsamkeit, unendliche Weite der Antarktis, Gletscherspalten, stark schwankende Temperaturen, die tiefste bei minus 35 Grad Celsius, Unwetter, Sturm. Dann erreichte die deutsche Abenteurerin Anja Blacha am 9. Januar überglücklich den Südpol. Am 12. November war die 29-Jährige von der Berkner-Insel im Nordwesten des eisigen Kontinents gestartet. Alleine, ohne Unterstützung von außen legte Anja die 1381 Kilometer bis zum Pol zurück, auf Skiern, ihren anfangs 100 Kilogramm schweren Schlitten hinter sich her ziehend.

Von den höchsten Bergen ins ewige Eis

Anja auf dem Gipfel des K2 (2019)

2017 hatte Blacha, damals 26 Jahre alt, als bisher jüngste deutsche Frau den Mount Everest bestiegen, mit Flaschensauerstoff. 2019 stand sie als erste deutsche Bergsteigerin überhaupt auf dem K2, dem zweithöchsten Berg der Erde – ohne Atemmaske. Auf die hatte sie bereits wenige Wochen zuvor verzichtet, als sie den benachbarten Achttausender Broad Peak bestiegen hatte.

Anja Blacha ist in Bielefeld in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen. Heute lebt sie in Zürich. Dort arbeitet sie im Management eines Schweizer Telekommunikationsunternehmens, das ihren Abenteuern offenkundig sehr tolerant gegenübersteht: Im vergangenen Jahr verbrachte Anja schließlich im Schnitt jeden dritten Tag auf Expedition. Nach ihrer Rückkehr aus der Antarktis und nachdem Anja sich ein wenig von den Strapazen erholt hat, beantwortete sie meine Fragen.

Anja, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch. Wie fühlst du dich nach 57 einsamen Tagen in der Antarktis?

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K2-Besteigerin Anja Blacha: „Ohne Atemmaske flexibler am Berg“

Anja Blacha auf dem Gipfel des K 2

Sie ist eine Bergsport-Spätzünderin, jedoch eine, die dann so richtig durchgestartet ist. Erst 2012, mit 22 Jahren, kaufte sich Anja Blacha ihre ersten Bergschuhe, für einen Urlaub auf Island. Anfang 2015 bestieg sie mit dem 6962 Meter hohen Aconcagua in Südamerika den ersten der „Seven Summits“, der höchsten Berge aller Kontinente. Ende 2017 hatte Anja ihre Sammlung mit der Besteigung des 4897 Meter hohen Mount Vinson in der Antarktis komplett. Im selben Jahr hatte sie auch den Mount Everest bestiegen, von der tibetischen Nordseite aus, mit Flaschensauerstoff. Mit 26 Jahren war sie die bisher jüngste deutsche Frau, die den höchsten Punkt der Erde erreichte.

Erste deutsche Frau auf dem K 2

Diesen „Rekord“ könnte sie eines Tages verlieren. Doch sie wird immer die erste deutsche Frau bleiben, die den zweithöchsten Berg der Erde bestiegen hat: Vor knapp zwei Wochen, am 25. Juli, stand die jetzt 29-Jährige auf dem 8611 Meter hohen Gipfel des K 2 – und das ohne Flaschensauerstoff. Anfang Juli hatte Blacha bereits den benachbarten Achttausender Broad Peak (8051 Meter) ohne Atemmaske bestiegen. Und sie hat noch ein weiteres Abenteuer für dieses Jahr geplant: Sie möchte auf Skiern den Südpol erreichen, von der Küste der Antarktis aus.

Anja Blacha ist in Bielefeld in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen. Heute lebt sie in Zürich. Dort arbeitet sie im Management eines Schweizer Telekommunikationsunternehmens. Nach ihrer Rückkehr aus Pakistan hat sie meine Fragen beantwortet. 

Anja, erste deutsche Frau auf dem K 2 – wie fühlt sich das an für eine Bergsteigerin, deren Wurzeln in Bielefeld liegen, das gerade mal 118 Meter über dem Meeresspiegel liegt?

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Weitere Gipfelerfolge am K 2: Mit und ohne Flaschensauerstoff

Hans Wenzl (2017 im Everest-Basislager)

Nachdem Nims Purjal und seine vier nepalesischen Begleiter – wie berichtet – am Mittwochmorgen Ortszeit in Pakistan den Gipfelbann am K 2 gebrochen und die Route bis zum höchsten Punkt auf 8611 Metern mit Fixseilen gesichert hatten, wurden gestern und heute mehr als 20 weitere Gipfelerfolge vermeldet. So erreichten laut dem nepalesischen Expeditionsveranstalter „Seven Summit Treks“ (SST) heute 19 Mitglieder seines Teams den Gipfel. Vier davon hätten auf Flaschensauerstoff verzichtet, so SST: die deutsche Bergsteigerin Anja Blacha, der Österreicher Hans Wenzl, der Brasilianer Moeses Fiamoncini und der US-Amerikaner David Roeske.

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