Gipfelerfolge vom Dhaulagiri vermeldet

Der 8167 Meter hohe Dhaulagiri im Westen Nepals

Nach vielen Erfolgsmeldungen am Manaslu in den vergangenen Tagen, sind heute auch vom Achttausender Dhaulagiri die ersten Besteigungen der Herbstsaison verkündet worden. Nach Angaben der kommerziellen nepalesischen Expeditionsveranstalter Seven Summit Treks und Pioneer Adventure erreichten mehr als zwei Dutzend Bergsteigerinnen und Bergsteiger den höchsten Punkt auf 8167 Metern. Danach standen auch erstmals Frauen aus Nepal (Purnima Shrestha und Pasang Lhamu Sherpa Akita) und Indien (Baljeet Kaur and Piyali Basak) auf dem siebthöchsten Berg der Erde.

Zu den Glücklichen am Gipfel gehörten demnach ferner die Schweizerin Sophie Lavoud, für die es ihr zwölfter Achttausendererfolg war, und der Pakistaner Sirbaz Khan, der damit als erster Bergsteiger seines Landes auf neun der 14 höchsten Gipfel der Erde stand. Khan hatte angekündigt, am Dhaulagiri auf Flaschensauerstoff zu verzichten, angeblich stieg auch die Inderin Basak ohne Atemmaske auf.

Ein Dutzend Mal gescheitert

Der Spanier Carlos Soria war wegen des tiefen Schnees im oberen Bereich des Bergs umgekehrt und hatte gestern seine Expedition beendet. Für den 82-Jährigen war es bereits sein zwölfter gescheiterter Versuch am Dhaulagiri. Soria kündigte an, er werde im nächsten Frühjahr seinen nächsten Versuch starten. „Dieser Berg ist meine Passion“, sagte Carlos dem spanischen Portal desnivel.com. Carlos hat zwölf Achttausender bestiegen, zehn davon nach seinem 60. Lebensjahr. So stieg er 2008 mit 69 Jahren solo und ohne Atemmaske zum Makalu auf. Nur noch der Dhaulagiri und die Shishapangma fehlen ihm in seiner Sammlung.

Gipfelversuch am Kangchendzönga?

Kangchendzönga

Am 8586 Meter hohen Kangchendzönga im Osten Nepals, dem dritthöchsten Berg der Erde, versucht sich in diesem Herbst lediglich ein kleines Team des US-Veranstalters Alpenglow Expeditions mit nur einem Kunden, dem Dänen Jan Werner. Der PR-Manager, der im Herbst 2019 – mit Flaschensauerstoff – den Cho Oyu bestieg, hat ein schlagkräftiges Team mit reichlich Achttausender-Erfahrung um sich: Esteban „Topo“ Mena und Carla Perez aus Ecuacor sowie die Sherpas Dorji, Mingma, Namgye, Pemba Gelje und Pasang. Allein am Mount Everest bringen es die sieben zusammen auf über 50 Gipfelerfolge. Die Route steht bis Lager 4 auf gut 7500 Metern, für einen Gipfelversuch (mit Flaschensauerstoff) ist also alles vorbereitet.

Update 6. Oktober: Nach Angaben von „Topo“ Mena ist ein erster Gipfelversuch gescheitert am Kangchendzönga gescheitert: „Ein Wirbelsturm über dem Ganges-Tiefland brachte mehr Feuchtigkeit mit sich, als wir es selbst in unseren pessimistischsten Pläne als machbar einkalkuliert hatten. Und so beschlossen wir, diesen Gipfelversuch in eine Mission zur Wiedereröffnung der Route nach Lager 4 umzuwandeln.“ Wenn das Wetter mitspiele, sei für kommende Woche ein weiterer Gipfelversuch geplant.