Nirmal Purja darf Shishapangma besteigen

Nirmal Purja (l., im K2-Basislager)

Die wochenlange Hängepartie hat ein Ende. „Ich bin voller gemischter Emotionen, ich bin sehr demütig, dankbar und stolz. Endlich haben ich und mein Team die Erlaubnis erhalten, die Shishapangma zu besteigen“, verkündet der nepalesischen Bergsteiger Nirmal „Nims“ Purja über die sozialen Netzwerke.  Seine Geduld war in den letzten Wochen auf eine harte Probe gestellt worden.

Seit Ende April hat der 36 Jahre alte frühere Soldat des britischen Gurkha-Regiments in einem beispiellosen Parforceritt 13 der 14 Achttausender bestiegen. Einzig die 8027 Meter hohe Shishapangma fehlt ihm noch, um sein „Project Possible“ (alle 14 Achttausender in sieben Monaten) erfolgreich abzuschließen. Die chinesisch-tibetischen Behörden hatten den niedrigsten der Achttausender eigentlich für diesen Herbst gesperrt – aus Sicherheitsgründen, wie es hieß.

Appelle fruchteten

Shishapangma

Die nepalesische Regierung, aber auch viele Vertreter der Bergsteiger-Szene (mich eingeschlossen) hatten die Chinesen gebeten, eine Ausnahme für Nims zu machen. Offenbar waren die Appelle nicht umsonst. Jetzt hat er sein Sonder-Permit. „Ihr habt mir die Chance gegeben, jetzt werde ich mein Versprechen auch erfüllen“, sagt Nirmal Purja.  Auf geht’s Nims, rocke auch die Shishapangma!

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2 Antworten auf „Nirmal Purja darf Shishapangma besteigen“

  1. Ja und nochmals Ja! endlich hat die chinesische Regierung so etwas wie Herz gezeigt, ich gönne es Nirmal vom ganzen Herzen.
    Aber andererseits ist es nicht viel zu spät in der Saison für einen 8000er, denn alle anderen Herbst-Expeditionen sind schon längst wieder heim, hat er noch eine Wetterchance, um die Route einzurichten und den Gipfel zu erreichen???

    1. Eine Erfolgsgarantie gibt es in den Bergen nie. Das Wetter kann im November genauso stabil oder wenig stabil sein wie im Oktober. Da in dieser Herbst-Saison noch niemand an der Shishapangma war, ist auch noch nichts über die Verhältnisse am Berg bekannt, Stichwort Lawinengefahr. Nirmal Purja hat ein starkes Team an seiner Seite, das auch schon schwierigsten Verhältnissen getrotzt hat, etwa am Dhaulagiri. Ich denke, wenn es irgendwie möglich erscheint, werden sie einen Gipfelversuch machen. An Motivation fehlt es jedenfalls nicht.

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