Richard Hidalgo stirbt am Makalu

Richard Hidalgo (1967-2019)

Wieder eine traurige Nachricht von den Achttausendern:  Richard Hidalgo, einer der bekanntesten Höhenbergsteiger Südamerikas, ist am Makalu gestorben. Sherpas des nepalesischen Expeditionsanbieters „Seven Summit Treks“,  die am fünfthöchsten Berg der Erde Fixseile legten, fanden den 52 Jahre alten Peruaner in Lager 2 auf 6600 Metern tot in seinem Zelt.  Hidalgo hatte sich das Ziel gesetzt, bis 2021 – dem Jahr, in dem sich die Unabhängigkeit Perus zum 200. Mal jährt – alle 14 Achttausender ohne Flaschensauerstoff zu besteigen.

Fünfmal am Everest gescheitert

Hidalgo auf dem Manaslu (2011)

Sechs 8000er-Gipfelerfolge ohne Atemmaske hatte der Bergführer bereits auf seinem Konto: Cho Oyu (im Jahr 2007), Manaslu (2011), Annapurna (2012), Shishapangma (2014), Gasherbrum II (2015) und Broad Peak (2017). Fünfmal scheiterte Hidalgo bei dem Versuch, den Mount Everest ohne Flaschensauerstoff zu besteigen: dreimal auf der tibetischen Nordseite (2009, 2010, 2017), zweimal auf der nepalesischen Südseite (2013, 2016). Dreimal gelangte er dabei auf eine Höhe von rund 8400 Metern.

R.I.P.

„Darum geht es letztlich beim Bergsteigen: Manchmal kommst du wieder herunter, manchmal nicht“, sagte Richard 2009 in einem Interview der „Peruvian Times“. Und 2018 zitierte er auf Twitter aus dem Lied „Falsos Maestros“ der peruanischen Gruppe Laguna Pai: „Und jeder Schritt ist eine Herausforderung, und jeder Atemzug ein Segen … Wenn ich gehe, finde ich mich selbst, wenn ich gehe, lerne ich zu fliegen.“  Fliege hoch!