Winter-Gipfelerfolg vom Achttausender Makalu gemeldet

Abolfazl Gozali (l.) und Sanu Sherpa (r.)
Abolfazl Gozali (l.) und Sanu Sherpa (r.)

„Heute Morgen um 10:27 Uhr haben unser Kunde Abolfazl Gozali und sein Bergführer Sanu Sherpa den Gipfel des Makalu (8485 Meter) erreicht“, vermeldet der nepalesische Expeditionsveranstalter Makalu Adventure auf Facebook.

Die indische Kundin Piyali Basak habe sich dagegen in Lager 3 unwohl geführt und sei zum Basislager zurückgekehrt. Dort wird das erfolgreiche Gipfelteam am morgigen Freitag zurückerwartet.

Der fünfthöchste Berg der Erde war zuvor erst einmal im Winter bestiegen worden: im Februar 2009 durch den Italiener Simone Moro und den im russischen Nordkaukasus geborenen Denis Urubko. Die beiden Profibergsteiger hatten – wie bei allen ihren Aufstiegen – auf Flaschensauerstoff verzichtet.

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Winterversuch am Achttausender Makalu in Nepal

Makalu
Makalu

Zweiter Anlauf: Ein Team des kommerziellen nepalesischen Expeditionsveranstalters Makalu Adventure versucht in diesem Winter erneut, den iranischen Bergsteiger Abolfazl Gozali  auf den 8485 Meter hohen Makalu zu bringen – mit Flaschensauerstoff.

Wie Gozali gestern in einer Instagram-Story wissen ließ, verlegte das Team Fixseile bis auf eine Höhe von 6000 Metern und transportierte Material dorthin.

Es ist bislang die einzige Expedition an einem Achttausender in Nepal in diesem Winter. Simone Moros Winterprojekt am Manaslu war Mitte Dezember zu Ende gegangen, bevor es richtig begonnen hatte. Der Italiener hatte – wie berichtet – während der Akklimatisierung in der Khumbu-Region eine Herzattacke erlitten.

Im vergangenen Oktober hatte Mingma Gyalje Sherpa eine mögliche Winterexpedition zum Mount Everest angekündigt, mit dem Ziel der ersten Winterbesteigung des höchsten Bergs der Erde durch eine Frau. Daraus wurde nichts, „aus finanziellen Gründen“, wie mir der Chef des Veranstalters Imagine Nepal schrieb.

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Neue Route am 7000er Kabru, Todesfall am Makalu, Everest-Fixseil-Team am Südsattel

Das Kabru-Massiv

Die Routiniers rocken es auch noch mit über 60 Jahren. Das italienische Ehepaar Nives Meroi und Romano Benet, beide 63 Jahre alt, und der 60 Jahre alte Slowake Peter Hamor eröffneten am 7412 Meter hohen Kabru an der Grenze zwischen Nepal und dem indischen Bundesstaat Sikkim eine neue Route durch die noch jungfräuliche Westwand.

„Niemand hatte zuvor versucht, diesen Gipfel von der westlichen, nepalesischen Seite aus zu erreichen – die Wand war bis jetzt unberührt geblieben“, ließ Hamors Team in der Heimat via Facebook wissen. Nach dem Gipfelerfolg am Sonntag seien die drei Bergsteiger wohlbehalten im Basislager zurück. Zunächst hatte es nicht nach einem Erfolg ausgesehen. Das Trio hatte im Basislager zwei Wochen lang schlechtes Wetter mit heftigem Schneefall und starken Winden aussitzen müssen.

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Gipfelerfolg am Makalu, Icefall Doctors komplettieren Route, elfter Achttausender für Anja Blacha

Achttausender Makalu (gesehen vom Gokyo Ri)
Achttausender Makalu (gesehen vom Gokyo Ri)

Am Makalu, dem fünfthöchsten Berg der Erde, liegen jetzt die Fixseile bis zum höchsten Punkt auf 8485 Metern. Nach Angaben des größten nepalesischen Expeditionsveranstalters Seven Summit Treks erreichte heute das achtköpfige Fixseil-Team zusammen mit einem nepalesischen Kunden den Gipfel.

Geleitet wurde es vom erfahrenen Lakpa Sherpa, der nicht umsonst Makalu Lakpa genannt wird. Er stand bereits zum achten Mal auf diesem Gipfel. 2022 sorgte er für Schlagzeilen, als er innerhalb von 16 Tagen dreimal den Makalu bestieg. Das nepalesische Tourismusministerium hat für dieses Frühjahr bislang (Stand 9. April) 40 Besteigungsgenehmigungen für den Makalu ausgestellt.

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Auch Winterexpedition am Makalu abgebrochen

Makalu
Makalu

Vier Versuche, viermal ohne Gipfelerfolg – die Achttausender Nepals haben in diesem Winter wieder einmal ihre Zähne gezeigt. Nachdem bereits die Winterexpeditionen am Mount Everest, am Manaslu und an der Annapurna I ein frühes Ende gefunden hatten, brach jetzt auch das Team des kommerziellen Veranstalters Makalu Adventure seine Versuche ab, den Gipfel des Makalu auf 8485 Metern zu erreichen. Die Bergsteiger seien auf dem Rückweg nach Kathmandu, bestätigte das Unternehmen mir gegenüber.

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Winterexpeditionen an Manaslu und Annapurna abgebrochen

Manaslu (im Frühjahr 2007)
Manaslu (in Frühjahr 2007)

„Auf Wiedersehen, lieber Manaslu“, schreibt Simone Moro heute in seiner Instagram-Story. „Ich kann nicht viel mehr als ein paar Wochen warten. Und ich will nicht meinen Stil ändern, nur um eines Tages auf deinem Gipfel willkommen zu sein.“ Bereits vor zwei Tagen hatte Simone verkündet, dass es an der Zeit sei, die Expedition abzubrechen: „Das Wetter hat nicht mitgespielt und in den nächsten zwei Wochen wird es am Manaslu Winde bis zu 150 km/h geben, die einen Gipfelvorstoß im Alpinstil unmöglich machen.“

Der Italiener hatte den achthöchsten Berg der Erde zusammen mit dem Nepalesen Nima Rinji Sherpa und dem Polen Oswald Rodrigo Peirera in einem Zug, ohne Flaschensauerstoff, ohne feste Hochlager und ohne Unterstützung von Hochträgern besteigen wollen. Damit bleibt es vorerst dabei: Noch nie wurde ein Achttausender im Winter im Alpinstil bestiegen.

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Achttausender-Winterexpeditionen in Nepal: Warten auf die Chance

Manaslu (l.) und Pinnacle East (r.)
Manaslu (l.) und Pinnacle East (r.)

Winterexpeditionen an Achttausendern sind kein Zuckerschlecken. Zu den extremen körperlichen Herausforderungen aufgrund der großen Kälte von zeitweise minus 30 Grad Celsius oder sogar darunter und des meist niedrigen Luftdrucks kommt die Unwägbarkeit des Wetters: Es drohen starker Schneefall, der zu erhöhter Lawinengefahr führt, und stürmische Böen, teilweise bis zu Orkanstärke, die einen Bergsteiger regelrecht vom Berg fegen können. Die Zahl der echten Gipfelchancen mit vertretbaren Bedingungen am Berg ist gering. Und so müssen sich Winterbergsteiger häufig in Geduld üben.

Moro: „Wie ein Schachspiel mit Wind und Elementen“

Am 8167 Meter hohen Manaslu im Westen Nepals stiegen der Italiener Simone Moro, der Nepalese Nima Rinji Sherpa und der Pole Oswald Rodrigo Perreira heute zum Basislager auf rund 4800 Metern auf. „Es wird ein Schachspiel mit dem Wind und den Elementen sein, in der Hoffnung, ein Fenster mit guten Bedingungen zu finden“, schrieb Simone vor dem Aufbruch auf Instagram.

Das Trio, das sich zuvor an der 6814 Meter Ama Dablam im Everest-Gebiet akklimatisiert hatte, will den Manaslu im Alpinstil besteigen – also ohne Flaschensauerstoff, ohne Sherpa-Unterstützung und ohne feste Hochlager. In diesem Stil wurde – trotz einiger Versuche – noch niemals im Winter der Gipfel eines Achttausenders erreicht.  

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Anja Blacha nach Kangchendzönga-Erfolg: „Noch nie so schwere Beine im Abstieg“

Anja Blacha
Anja Blacha

Keine andere Frau aus Deutschland hat nun häufiger auf Achttausendern gestanden als Anja Blacha. Der Bergsteigerin, die am 18. Juni ihren 34. Geburtstag feiert, gelang am 8586 Meter hohen Kangchendzönga, dem dritthöchsten Berg der Erde, ein Last-Minute-Gipfelerfolg zum Abschluss der Frühjahrssaison an den Achttausendern in Nepal. Am 12. Mai hatte sie bereits den 8485 Meter hohen Makalu, den fünfthöchsten aller Berge, bestiegen. An beiden Bergen war Anja auf den Normalrouten unterwegs, mit Teams des kommerziellen Veranstalter Seven Summit Treks (SST). Sie selbst verzichtete dabei auf Flaschensauerstoff.

Es waren ihre Achttausender Nummer sieben und acht nach Mount Everest (2017 und 2021), Broad Peak, K2 (beide 2019), Nanga Parbat, Gasherbrum I und II (diese drei 2023). Lediglich am Everest nutzte sie bei ihren Aufstiegen eine Atemmaske. Damit hat die deutsche Bergsteigerin nun einen Achttausender-Gipfelerfolg mehr auf dem Konto als Alix von Melle, die bisher auf sieben Achttausendern stand. Anja Blacha hat nach ihrer Rückkehr vom Kangchendzönga meine Fragen beantwortet.

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Trauer um den nepalesischen Bergsteiger Lhakpa Tenji Sherpa

Lhakpa Tenji Sherpa
Lhakpa Tenji Sherpa (1970-2024)

Abschied von Lhakpa Tenji Sherpa. Am heutigen Montag gaben ihm Familie und Freunde – unter anderem seine Frau, seine Tochter, seine beiden Söhne und seine Brüder – bei einer Trauerfeier in Kathmandu die letzte Ehre. Der nepalesische Bergsteiger hatte am Montag vergangener Woche (6. Mai) einen jordanischen Kunden auf den 8485 Meter hohen Gipfel des Makalu geführt und war beim Abstieg in Lager 3 auf rund 7500 Metern gestorben – wahrscheinlich an der Höhenkrankheit. Die Meinungen darüber, ob der Tod des erfahrenen Bergsteigers hätte verhindert werden können, gehen auseinander.

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Mount Everest: Erster Gipfelerfolg der Saison von der tibetischen Nordseite gemeldet

Nordwand des Mount Everest im letzten Tageslicht
Nordseite des Mount Everest

Erst das Fixseil-Team, dann die anderen. So funktioniert in aller Regel das kommerzielle Bergsteigen an den Achttausendern. Der Mount Everest macht da keine Ausnahme. Heute wurde vom höchsten Berg der Erde der erste Gipfelerfolg des Frühjahrs vermeldet.

Am Vormittag Ortszeit erreichte das Team von Tibet Himalaya Expedition, das auf der tibetischen Nordseite des Bergs die Fixseile legte, den höchsten Punkt auf 8849 Metern. Das bestätigten mir Mingma Sherpa, Chef des nepalesischen Expeditionsveranstalters Climbalaya, und Lukas Furtenbach, Chef des österreichischen Anbieters Furtenbach Adventures.

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Erste Gipfelerfolge der Saison an Makalu und Annapurna I

Makalu im ersten Tageslicht, vom Gokyo  Ri aus (2016)
Makalu im ersten Tageslicht (2016)

Die kommerzielle Saison an den Achttausendern Nepals ist angelaufen. Von zwei Bergen höher als 8000 Meter wurden die ersten Gipfelerfolge des Frühjahrs vermeldet – in beiden Fällen waren es zunächst die Teams einheimischer Bergsteiger, die Fixseile bis zu den höchsten Punkten legten.

Nach Angaben von Mingma Sherpa, Chef des größten nepalesischen Expeditionsanbieter Seven Summit Treks (SST), erreichte am gestrigen Donnerstag ein achtköpfiges Team unter Leitung von Lakpa Sherpa den Gipfel des Makalu auf 8485 Metern. Der Achttausender unweit des Mount Everest ist der fünfthöchste Berg der Erde.

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Diebstahl am Mount Everest, Fixseil-Team am Gipfel, Erfolg am Makalu

Südseite des Mount Everest

Unglaublich, was es für Idioten gibt – auch am Mount Everest. Der Neuseeländer Guy Cotter, Chef des kommerziellen Expeditionsanbieters Adventure Consultants, schlägt Alarm. Im letzten Hochlager, am Südsattel auf knapp 8000 Metern Höhe, sei ein Materiallager seines Teams geplündert worden. „Wir haben soeben entdeckt, dass aus dem Südsattel eine Menge Ausrüstung gestohlen wurde: Zelte, Kocher, Töpfe und Gas – alles weg“, schreibt Guy auf Facebook. „Die Diebe bedenken nicht, welche Auswirkungen dies auf die Sicherheit unserer Leute haben könnte, wenn sie ankommen und feststellen, dass diese lebenswichtige Ausrüstung weg ist.“

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Ukraine-Krieg: Trauer um die Bergsteiger Oleksandr Zakolodniy und Hryhoriy Hryhoriev

R.I.P.

Je länger Kriege dauern, desto größer ist die Gefahr, dass man als Außenstehender angesichts der nicht enden wollenden Meldungen abstumpft. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder klarzumachen, dass hinter jedem Toten oder Verletzten ein menschliches Schicksal steht. Am vergangenen Samstag starben beim Kampf um die ostukrainische Stadt Soledar zwei ukrainische Bergsteiger: Oleksandr Zakolodniy und Hryhoriy Hryhoriev. Beide wurden nur 35 Jahre alt. Nach der russischen Invasion in der Ukraine vor elf Monaten hatten sie – wie viele andere ukrainische Bergsteigerinnen und Bergsteiger – Eispickel und Seil beiseite gelegt und zu den Waffen gegriffen, um ihr Heimatland zu verteidigen.

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Kristin Harila auf Nims‘ Spuren

Kristin Harila

Habe ich ein Déjà-vu? Die Norwegerin Kristin Harila stand heute mit den Sherpas Dawa Ongju und Pasdawa vom nepalesischen Veranstalter 8K Expeditions auf dem 8485 Meter hohen Gipfel des Makalu – mit Flaschensauerstoff. Laut Lakpa Sherpa, dem Chef des Unternehmens, war es Kristins sechster Achttausender innerhalb von 29 Tagen: nach der Annapurna (28. April), dem Dhaulagiri (8. Mai), dem Kangchendzönga (14. Mai), Mount Everest und Lhotse (beide am 22. Mai). Damit war sie zwei Tage schneller als der Nepalese Nirmal „Nims“ Purja im Jahr 2019.

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Gipfelerfolg vom Makalu gemeldet

Makalu (gesehen vom Gokyo Ri aus)

Nun gibt es auch die erste Erfolgsmeldung der Frühjahrssaison vom fünfhöchsten Berg der Erde. Nach Angaben des Expeditionsveranstalters Pionier Adventure führten die nepalesischen Bergsteiger Kami Sherpa und Pem Lakpa Sherpa heute je einen Kunden aus den USA und der Mongolei auf den 8485 Meter hohen Gipfel des Makalu – mit Flaschensauerstoff. Der Erfolg Pem Lakpas und des Mongolen wurde auch vom Veranstalter 8K Expeditions bestätigt.

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